13. Februar 2019
Buntes

Vogelfütterung für alle – nur nicht für Stadttauben

NB-Leserin fragt sich, wie sie das Fütterungsverbot ihres Vermieters durchsetzen soll

Tauben sollen nicht gefüttert werden. Foto: Pixabay

Braunschweig. „Der Witz des Tages“ – unter dieser Überschrift wandte sich NB-Leserin Imtraud H. mit ihrem Problem per Mail an die Redaktion. „Ich wohne seit über sechs Jahren hier in der von mir heiß geliebten Weststadt. In dem Haus, in dem ich wohne, darf man zwar Vögel füttern, aber keine Tauben. Nun sage mir jemand, wie man die Tauben von dem Futter fernhalten kann? Vielleicht gibt es ja bei meinem Vermieter jemanden, der den Tauben das Lesen beibringen kann? Das ist doch wahrlich grotesk!“

Laut Frau H. hatte die Wiederaufbau ihre Mieter mit einem Aushang am schwarzen Brett auf das Fütterverbot hingewiesen. Damit ist die Baugenossenschaft vollkommen im Recht. Schließlich gilt in der Stadt Braunschweig ein Fütterverbot für Tauben, wer sich nicht daran hält, wird laut Bußgeldkatalog mit mindestens 150 Euro bestraft. Zwar ist es generell erlaubt, Vögel am Balkon zu füttern, zum Beispiel durch Aufhängen von Futtergeräten, mit einem Futterhäuschen oder durch Ausstreuen von Futter für Singvögel auf Fensterbänken. Aber: Gefüttert werden dürfen alle Singvögel – außer eben Tauben. Das hat das Landgericht Berlin entschieden. Bleibt die Frage der Umsetzung, die unsere Leserin umtreibt: Wie soll sie verhindern, dass sich auch Tauben am angebotenen Vogelfutter bedienen?

Die verständnisvolle Mitarbeiterin an der Beschwerde-Hotline der Wiederaufbau rät dazu, Meisenknödel oder Futter-Ringe zu verwenden. Ähnlich lauten auch die Tipps, die der LBV (Landesbund für Vogelschutz) gibt: „Um Tauben von der Futterstelle fernzuhalten, können Sie spezielle Futterhäuschen mit engen Zugängen, Futtersilos, auf deren Sitzstangen Tauben zu wenig Platz finden, oder hängende Meisenknödel verwenden“.
Foto: Pixabay

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