23. Januar 2018
Kultur

Volkstänzer suchen Verstärkung

Die Fallersleber Gruppe lässt alte Traditionen aufleben und hält sich damit fit

Von Lotta von Rutenberg, 23.1.2018

Fallersleben. Sie könnten Verstärkung gut gebrauchen: Die Mitglieder der Volkstanz- und Trachtengruppe Fallersleben. „Fast alle hier sind schon seit gut 17 Jahren dabei, da verlässt uns bereits der eine oder andere aus gesundheitlichen Gründen“, bedauert Barbara Homburg, Teilnehmerin der ersten Stunde.
Trainiert wird immer mittwochs ab 20 Uhr in der Fallersleber Glockenbergschule. Der Spaß steht im Vordergrund, es soll kein Leistungsdruck entstehen. Auch wenn die Mitglieder der Tanzgruppe gelegentlich bei Veranstaltungen auftreten, für die natürlich besonders trainiert wird.

Abschrecken und den Spaß am Hobby verderben, das ist bei den Übungsstunden – trotz mancher Schweißtropfen, die vergossen werden – aber keinesfalls das Ergebnis. Im Gegenteil – das kommt an. Barbara Homburg war eine der Initiatorinnen der Volkstanz- und Trachtengruppe. „Im Winter des Jahres 2000 haben wir angefangen“, erzählt sie. „Der Tanzsport hält uns fit und macht gute Laune.“
Nachdem der Soundcheck der Musikanlage erledigt ist, legt die muntere Gruppe los: Aufstellung zum Radetzkymarsch! Der steht unter anderem auf dem Programm jener Tänze, die intensiv und mit Hingabe einstudiert werden. Was die populäre österreichische Komposition angeht: Sie kann getanzt ziemlich lang und „atemberaubend“ sein. Man sieht gleich: Hier ist Kondition erforderlich, und über die verfügen die Tänzerinnen und Tänzer eindeutig.
Im Repertoire hat die Gruppe internationale Tänze, schottische Folklore und historische Bewegungsformen aus Deutschland wie das „Wilhelmsburger Kontra“. Die Frauen tragen bei den Auftritten Kleider aus der Zeit des Dichters Heinrich Hoffmann von Fallersleben, die Männer treten in Frack und Zylinder in Aktion. „Frauen und Männer, allein oder mit Partnern und Partnerinnen sind willkommen“, wirbt Barbara Homburg um neue Mitglieder.

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