Vollmann freut sich auf 4000 Fans gegen Kiel | Neue Braunschweiger
26. September 2020
Sport

Vollmann freut sich auf 4000 Fans gegen Kiel

Löwen empfangen Störche vor Publikum – Kammerbauer und Kupusovic fehlen

Aus 500 Zuschauern beim Pokalsieg gegen Hertha können heute über 4000 werden. Foto: Michael Taeger/imago images

Braunschweig. Zur heutigen Zweitligapremiere der Löwen gegen Holstein Kiel (13 Uhr) können sich zumindest einige Tausend Fans freuen, live im Stadion dabei zu sein. „Ich rechne mit über 4000 Besuchern“, freut sich Peter Vollmann auf den ersten Heimauftritt vor größerer Kulisse seit Beginn der Corona-Krise: „Die Fans werden uns helfen, man hat ja bereits gegen Hertha gesehen, was 500 Fans für eine Kulisse erzeugt haben.“

Nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen Heidenheim hofft der Eintracht-Geschäftsführer auf mehr Wettkampfglück als zuletzt. „Ein Strafstoß durch Videobeweis ist immer ärgerlich, bis dahin waren wir gut im Spiel. Wir haben vorne einfach keine Durchschlagskraft entwickelt“, bemängelt er, weist aber auch darauf hin, dass das Pokalspiel gegen Hertha kein Maßstab für den Zweitligaalltag sein dürfe: „Dort ist vorne für uns alles rundgelaufen, Heidenheim hat eine richtig gute Zweitligamannschaft an der wir uns die Zähne ausgebissen haben.“

Für das Nordduell mit den Kielern gelte es daher noch mehr zu investieren: „Wir müssen versuchen, einen guten Spielverlauf hinzubekommen und möglichst in Führung zu gehen, auch Dinge wie Zweikampfdaten müssen stimmen. Außerdem wird es in der zweiten Liga schwierig, wenn nicht alle elf Spieler auf dem Platz ihre maximale Leistung abrufen.“ Dem Gegner, für den er zwischen 2004 und 2008 zweimal selbst als Coach an der Seitenlinie stand, erwartet er mit breiter Brust: „Kiel hat eine gute Mannschaft und kommt nach dem Auftaktsieg gegen Paderborn mit viel Selbstvertrauen zu uns. Das Spiel hätte auch 4:0 für Holstein ausgehen können.“ Auch die insgesamt gute sportliche Entwicklung seines ehemaligen Arbeitgebers in den vergangenen Jahren ist für ihn keine Überraschung: „Dort sind gute wirtschaftliche und strukturelle Voraussetzungen geschaffen worden.“

Patrick Kammerbauer (Sehnenriss im Ellenbogen) wird gegen seinen ehemaligen Verein nicht spielen, außerdem fehlt Njegos Kupusovic (Trainingsrückstand). Noch offen ist, ob sich bei den Löwen bis zum Transferschluss am 5. Oktober noch personelle Veränderungen ergeben. Nach wie vor strebt der Verein eine Reduzierung des Kaders an: „Man hat in den ersten Spielen ja gesehen, wer zum Kader gezählt hat und wer nicht mit dabei war“, so Vollmann, der ankündigt darüber „offene Gespräche mit Spielern und Beratern“ zu führen.

So könnten sie spielen : Dornebusch – Nikolaou, Wydra, Schultz – Kijewski, Wiebe, Ben Balla, Kessel – Kobylanski – Abdullahi, Bär (Kaufmann).

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