Vollmann sieht Chance gegen Berlin | Neue Braunschweiger
9. September 2020
Sport

Vollmann sieht Chance gegen Berlin

Fußball: Eintracht am Freitag im Pokal gegen Hertha – Kroos facht Konkurrenzkampf weiter an

Benjamin Kessel (Mitte) und die Eintracht freuen sich auf den Pflichtspielauftakt vor 500 Fans. Foto: Noah Wedel/imago

Braunschweig. Es geht wieder los! Am Freitag um 20.45 Uhr empfängt Eintracht Braunschweig zum ersten Pflichtspiel der neuen Spielzeit den Bundesligisten Hertha BSC in der ersten Runde des DFB-Pokals.

Am vergangenen Freitag verloren die Löwen zwar mit 0:1 gegen De Graafschap, konnten sich am Samstag aber mit 2:0 gegen Heracles Almelo durchsetzen.

Nun wartet mit den Hauptstädtern ein echter Gradmesser auf die Mannschaft von Daniel Meyer, dem Peter Vollmann, neuerdings Geschäftsführer Sport bei den Blau-Gelben, allerdings mit großer Vorfreude entgegenblickt: „In solchen Spielen liegt die Favoritenrolle ganz klar beim Bundesligisten, trotzdem haben auch wir unsere Chance auf ein Weiterkommen. In jedem Fall ist die Begegnung ein ganz wichtiges Informationsspiel für den Punktspielstart in Heidenheim in der Woche darauf.“

Endlich wieder vor Fans

Die Tatsache, dass es sich erstmals seit März um eine Partie vor Zuschauern handelt, ist für den 62-Jährigen ein enorm positives Zeichen: „Nach einer nahezu anonym stattfindenden Vorbereitung sind alle erleichtert, dass zumindest 500 Zuschauer dabei sein dürfen. Schon gegen Rostock hat man ja gesehen, welchen Unterschied das macht“, so Vollmann, der die aktuelle Diskussion um die Anzahl der zuzulassenden Besucher unter den Vereinen nicht gutheißt: „Das ist nicht zielführend, viel wichtiger ist, dass sich die Leute dort wo Zuschauer zugelassen waren bislang diszipliniert verhalten haben. Wenn das mit 7000 oder 8000 Zuschauern andernorts funktioniert, kann man sich solche Zahlen irgendwann sicherlich auch bei uns vorstellen.“

In sportlicher Hinsicht steigt die Spannung um die Frage, welche Aufstellung Meyer wohl ins Rennen schicken wird, da die Verpflichtung von Felix Kroos von Union Berlin den Konkurrenzkampf weiter angefacht hat. Insbesondere in der Zentrale haben die Löwen mittlerweile ein voll besetztes Boot: „In diesem Bereich gut besetzt zu sein, ist in der zweiten Liga enorm wichtig. Außerdem haben wir dort einige Spieler abgegeben.“ Überbesetzt sieht der Geschäftsführer diesen Mannschaftsteil aber nicht: „Akteure wie Danilo Wiebe oder Iba May sind flexibel einsetzbar müssen nicht zwingend im zentralen Mittelfeld auflaufen.“

Gedränge herrscht definitiv auf der Torwartposition, wo Jasmin Fejzic und Marcel Engelhardt sich um die Nummer eins im Tor streiten, während Felix Dornebusch und Yannik Bangsow wohl ins hintere Glied rücken. Talent Bangsow könnte verliehen werden, denkbar ist aber auch, dass derjenige Torhüter den Klub verlässt, der im Rennen um die Nummer eins den Kürzeren zieht: „Auf dieser Position sind mehrere Szenarien möglich. Es könnte sein, dass beim einen oder anderen bis Transferschluss noch ein Umdenken stattfindet“, erklärt Vollmann.

Kammerbauer verletzt

Offen ist derweil, ob Patrick Kammerbauer gegen die Berliner mitwirken kann, nachdem er sich im Training am Arm verletzt hat: „Er ist ausgerutscht und dabei auf den Arm gefallen. Wir hoffen, dass es nichts Schlimmeres ist“, so der Geschäftsführer.

So könnten sie spielen: Engelhardt (Fejzic) – Nikolaou, Wydra, Schultz – Kijewski, Ben Balla (Kammerbauer), Wiebe (Kroos), Kessel – Kobylanski – Kaufmann, Bär (Abdullahi).

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