Vollmann: „Wir müssen dranbleiben“ | Neue Braunschweiger
29. Mai 2020
Sport

Vollmann: „Wir müssen dranbleiben“

Eintracht heute gegen Viktoria Köln – Erstes Geisterspiel der Vereinsgeschichte

Eintracht Braunschweig hat sich im Quarantäne-Hotel in Barsinghausen auf das Spiel vorbereitet. Foto: Joachim Sielski/imago images

Braunschweig. Zum ersten Mal seit dem 4:1-Erfolg gegen den KFC Uerdingen bestreiten die Löwen heute wieder ein Heimspiel. Ab 14 Uhr kommt es im Eintracht-Stadion gegen Viktoria Köln zum ersten Geisterspiel der Vereinsgeschichte. Dies wollen die Blau-Gelben erfolgreich gestalten, um die Aufstiegsränge im dicht gedrängten Verfolgerfeld nicht aus den Augen zu verlieren.
„Die Freude über die Saisonfortsetzung ist sicherlich vorhanden, auch wenn sie unter den gegebenen Umständen ohne Zuschauer eine andere ist. Wir würden gerne vor unseren Fans spielen“, erklärt Peter Vollmann vor der Partie. Allerdings sieht der Eintracht-Sportdirektor die Geisterspiele als die einem Abbruch gegenüber „bessere Variante“ und fordert von den Eintracht-Profis, „die Situation anzunehmen.“

Angesichts von nur drei Zählern Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz möchte Vollmann alles versuchen, die Hoffnungen an eine Zweitligarückkehr am Leben zu erhalten: „Wir haben nun die Chance, Positives zu entwickeln. Wir müssen dranbleiben und alles versuchen um den Rückstand aufzuholen.“

In der mehrwöchigen Vorbereitung konnte der 62-Jährige eine disziplinierte Mannschaft beobachten, die ihn sowohl auf dem Platz als auch neben dem grünen Rasen im Hinblick auf das Corona-bedingte Hygiene- und Sicherheitskonzept überzeugt hat. „Jeder hat mitgearbeitet, alle Vorgaben umzusetzen, denn jeder möchte seine Chance nutzen. Wir werden in den kommenden Wochen auch jeden Spieler brauchen“, so Vollmann, der nicht ausschließen möchte, dass das Mammutprogramm von elf Spielen in fünf Wochen Verletzungen nach sich ziehen wird. Mit 29 Akteuren dürften die Blau-Gelben Sperren und verletzungsbedingte Ausfälle jedoch deutlich besser kompensieren können als weniger tief besetzte Mannschaften.

Den Gegner aus der Domstadt erwartet der Sportdirektor trotz der Corona-Pause in ansprechender Form: „Die Bedingungen sind ja für alle Mannschaften gleich und vor der Pause hat Viktoria richtig gut gespielt. Wir erwarten eine Mannschaft mit viel Tempo und gefährlichen Standardsituationen über Mike Wunderlich und Albert Bunjaku.“

Zufrieden zeigte sich Vollmann unterdessen mit den Beschlüssen auf dem außerordentlichen DFB-Bundestag, der für die Saisonfortsetzung für mehr Rechtssicherheit gesorgt hat: „Es ist gut, dass der DFB-Vorstand nun die Kompetenz besitzt, im Hinblick auf alle möglichen Szenarien situativ zu entscheiden, ohne dass erneut ein außerordentlicher Bundestag angesetzt werden muss.“ Positiv hat sich laut Vollmann auch die zunächst als problematisch angesehene Situation der am 30. Juni auslaufenden Spielverträge entwickelt. Nachdem zunächst der DFB grünes Licht gegeben hatte, mit den Akteuren Vereinbarungen über Vertragsverlängerungen bis zum tatsächlichen Saisonende im Juli zu treffen, bekamen die Löwen nun auch von den betreffenden Spielern positive Rückmeldungen: „Wir haben von den Spielern Signale erhalten, dass sie dazu bereit sind.“

So könnten sie spielen: Fejzic – Kijewski, Ziegele (Nkansah), Kessel, Goden – Nehrig (Wiebe), Kammerbauer (Fürstner) – Kobylanski – Biankadi, Pourie (Ademi), Bär.

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