Vom Audimax ins Zirkuszelt

Der größte Hörsaal der TU wird saniert, zum Semesterstart müssen die Studenten umziehen

Vorlesungen statt Kabarett: Als Ersatz für das fehlende Audimax lieh sich die TU ein Veranstaltungszelt des Vereins „Kultur im Zelt aus“. Innen wurde High-Tech verbaut, um die Akustik zu verbessern. Foto: Markus Hörster

Nordstadt. Das rote Zelt ist aufgebaut, die Sitze stehen bereit, grelle Scheinwerfer beleuchten die Manege. Bühne frei für die TU: Ab April finden rund 30 Lehrveranstaltungen im Zirkuszelt – dem „Tentomax“ – in der Konstatin-Uhde-Straße statt.

Normalerweise steht dafür das Auditorium Maximum, der größte Hörsaal der TU, bereit. Doch das „Audimax“ wird aktuell für knapp sieben Millionen Euro saniert und ist bis zum Sommersemester 2020 für den universitären Betrieb geschlossen.
Eine Lösung musste her, und die TU fand tatsächlich eine: Vom Verein „Kultur im Zelt“ mietete sie für 22 Monate das kleinere der beiden Zirkuszelte an. Langfristig wird es nicht nur Ersatz für das geschlossene Audimax sein, sondern auch für die Chemiesäle, die direkt im Anschluss einer Schönheitskur unterzogen werden.

Zugehängt: Das Audimax der TU wird bis Mitte 2020 saniert.  Foto: Jacqueline Arend

 

Mit Start des neuen Semesters finden in der Manege Vorlesungen, Übungen und Klausuren statt – sommers wie winters. „Das ‘Tentomax’ ist jetzt vollständig ausgestattet. Die Sicherheitsabnahme ist auch schon erfolgt. Mit 800 Sitzplätzen, zwei Beamern und zwei Leinwänden, Lautsprechern, Lichtanlagen und einer installierten Heizung ist das Zelt bereit für die kommenden Vorlesungen“, freut sich die TU-Pressesprecherin Regina Eckhoff. Auch auf einen weiteren Jahrhundertsommer ist man vorbereitet: Die Kühlelemente seien im Sommer nachrüstbar. „Auch die Akustik wurde noch mal mit Stoffbahnen verbessert, die unter dem Dach des Zeltes hängen. Außerdem werden ein Toilettenwagen und ein Cafeteriacontainer am Eingang des Zeltes positioniert“ erläutert Eckhoff.

Die TU reagierte damit auf Wünsche und Kritik seitens der Studierenden und Dozenten, die bei dem ersten Einsatz des „Tentomax“ in den Jahren 2010 und 2011 laut geworden waren. Damals wurden vor allem die Klimatisierung, Akustik sowie die Schreib- und Sitzplätze bemängelt.

Den ersten Probelauf hat das „Tentomax“ auch schon gemeistert. Am 6. März fand im Rahmen der Tagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft die erste Veranstaltung im Zelt statt. „Alles hat bestens geklappt. Die Organisatoren dankten uns für den problemlosen Ablauf der gelungenen Veranstaltung“, ist Regina Eckhoff erleichtert.

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