Vorfreude auf die 2. Bundesliga | Neue Braunschweiger
12. September 2020
Sport

Vorfreude auf die 2. Bundesliga

Eintracht startet in die neue Spielzeit – Heute in der NB: Das Mannschaftsfoto im Posterformat

Eintracht-Angreifer Martin Kobylanski hat gute Chancen auf das Kapitänsamt. Foto: Noah Wedel/imago

Braunschweig. Die Löwen sind heiß auf die neue Zweitliga-Spielzeit! Gestern startete die Mannschaft von Daniel Meyer mit dem DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC (bei Redaktionsschluss nicht beendet) in die neue Saison und bestreitet am Sonntag kommender Woche die erste Zweitliga-Partie beim 1. FC Heidenheim.

„Die Jungs wollen sich jetzt mit guten Mannschaften messen und zeigen, was sie können. Ich nehme eine sehr, sehr motivierte und fokussierte Mannschaft wahr“, freut sich der neue Eintracht-Coach und ergänzt: „Viel besser kann es nicht sein.“

Die vergangenen Wochen hatten sich allerdings in vielerlei Hinsicht anders als gewohnt gestaltet. „Die Vorbereitung war aufgrund des Umbruchs und der personellen Veränderungen ein Stück weit besonders. Auch mussten wir die Vorbereitung wegen der Corona-Konstellation im Bezug auf die Testspielgegner anders aufbauen“, so der 40-Jährige, der kaum Ausfälle zu beklagen hatte: „Wir sind sauber durchgekommen und haben keine Verletzungen gehabt.“ Zwölf neue Spieler muss der Fußball-Lehrer ins Löwenrudel integrieren – bislang klappt das hervorragend: „Was die Integration der Neuzugänge angeht, haben wir sehr gute Rückmeldungen von den Spielern bekommen, die vergangenes Jahr schon da waren. Die Jungs verstehen sich gut“, freut er sich.

Königstransfers der Eintracht sind Felix Kroos und Suleiman Abdullahi, die in der abgelaufenen Spielzeit für Union Berlin aufgelaufen sind. Mit Dominik Wydra (Erzgebirge Aue), Michael Schultz (Waldhof Mannheim), Jannis Nikolaou (Dynamo Dresden), Yassin Ben Balla (MSV Duisburg), Niko Klass (RW Oberhausen) und Iba May (VfL Wolfsburg) wurde die Defensivabteilung weitestgehend neu bestückt, während Fabio Kaufmann (Kickers Würzburg) und Njegos Kupusovic (Roter Stern Belgrad) das Angriffsspiel ankurbeln sollen.

Mehr Optionen im Sturm

Weiteren Handlungsbedarf sieht Meyer im Sturm aktuell nicht: „Wir haben festgestellt, dass Fabio Kaufmann und Marcel Bär sich auch in vorderster Front wohlfühlen, obwohl sie bislang eher als Außenbahnspieler bekannt gewesen sind. Das gibt uns mehr Optionen; wir sind auf einem guten Weg, das hat die Entwicklung in den Testspielen gezeigt.“

Weiterentwickeln möchte sich auch Martin Kobylanski, der in der abgelaufenen Spielzeit mit 18 Toren und neun Vorlagen eine Top-Performance zeigte und sich auch in der 2. Liga beweisen will. „Die Vorbereitung war wirklich gut, wir haben uns tagtäglich in jeglicher Hinsicht gesteigert“, so der 26-Jährige, der gegen die Berliner mit der Kapitänsbinde auflief. „Ich brauche die Binde nicht, um Leader der Truppe zu sein. Trotzdem gibt es noch mal ein Stückchen Selbstvertrauen. Es müssen elf Leute auf dem Platz stehen, die sich für die Mannschaft beweisen und aufreißen. Ich möchte vorangehen und der Mannschaft in jedem Spiel helfen“, ist der Mittelfeldspieler motiviert, sich auch eine Klasse höher zu beweisen. Ob „Koby“ die Binde endgültig behält, entscheidet sich erst in der Länderspielpause. „Wir sind in der Findungsphase und haben einige Spieler dabei, die neu dazu gekommen sind. Wir müssen eine neue Hierarchie bilden, weil die älteren Spieler, die in der Hierarchie relativ weit oben waren, uns verlassen haben“, so Meyer, der dann entscheiden will, welcher der Spieler aus dem vorläufigen Mannschaftsrat die Binde endgültig übernimmt: „Die Sache soll sich natürlich entwickeln und das funktioniert über die Leistung auf dem Platz.“

„Wir starten bei Null“

Die Chancen auf das Kapitänsamt stehen für Kobylanski nicht schlecht. In der Vorsaison musste er nach tollem Start eine Talsohle durchschreiten, bevor er das Team im Endspurt mit seinen Toren und Vorlagen souverän zum Aufstieg führte: „Man muss einfach versuchen, an die Saison anzuknüpfen und sich selbst wenn es mal nicht so läuft aus der Situation herauszukämpfen. Wir starten wieder bei Null.

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