Vorsicht vor „Polen-Böllern“

Jürgen Weferling empfiehlt, nur zugelassene Feuerwerkskörper abzubrennen.

Hat in den letzten Tagen des Jahres alle Hände voll zu tun: Jürgen Weferling von der Firma Ohlendorf. Foto: T.A.

Von Birgit Leute, 30.12.2015.

Braunschweig. Lauter, schöner, aufwendiger: Der Trend zu immer effektreicherem Feuerwerk ist ungebrochen. „Batterien gehen weg wie warme Semmel“, bestätigt Jürgen Weferling von der Ludwig Ohlendorf KG.

Rund 50 bis 100 Euro kostet diese Kombination gleich mehrerer Feuerwerkseffekte, die – einmal angezündet – ein minutenlanges Leuchtspektakel zaubern. Schlichte Böller, so Weferling, sind dagegen nicht mehr so stark gefragt. „Systemfeuerwerke haben durchaus professionellen Charakter, auch wenn die Grenzwerte für Schwarzpulver natürlich weit unter denen für die Berufspyrotechnik liegen“, erklärt der Fachmann.

Mit Sorge beobachtet Weferling in diesem Zusammenhang die sogenannten „Polen-Böller“, die in Deutschland nicht zugelassen sind und in den vergangenen Jahren oft illegal eingeschmuggelt wurden.
„Diese Böller sind brandgefährlich, denn abgesehen von ihrer enormen Lautstärke enthalten sie extrem viel Schwarzpulver, haben nur eine kurze Zündschnur und können dadurch schwerste Verletzungen verursachen“, warnt Weferling.
Eltern, die mit ihren Kindern ein Feuerwerk abbrennen möchten, empfiehlt Weferling Kinderfeuerwerke der Klasse eins. Zu ihnen zählen zum Beispiel Wunderkerzen oder Knallfrösche. „Die Eltern sollten allerdings generell dabei bleiben, wenn Feuerwerk abgebrannt wird.“

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