23. November 2020
Buntes

„Was machen die Rollstuhlfahrer?“

NB-Leser Helger Naucke kritisiert gesperrten Pfad an der VW-Halle, der als Rampe diente

Dieser gesperrte Trampelpfad an der VW-Halle irritierte den NB-Leser. Rollstuhlfahrer und Passanten mit Rollatoren würden ihn benutzen, scheibt er. .Foto: Helger Naucke

Innenstadt. Ein Flatterband an der VW-Halle sorgte bei NB-Leser Helger Naucke für Erstaunen. Es sperrt den – zugegebenermaßen nicht offiziellen – Weg von der VW-Halle zur Okerbrücke und weiter zum Steigenberger Park Hotel ab. Schlecht für Leute mit Behinderungen, meint der NB-Leser. Er hat beobachtet, dass die Abkürzung gerne von diesen benutzt wird, weil sich so die Stufen östlich der VW-Halle umfahren lassen.

„Es war ein Planungsfehler, dass die VW-Halle in Richtung Steigenberger Hotel ihren Zugang nur mit Stufen und ohne Rampe versah. Zum notwendigen Ausweichen nutzen die Besucher linker Hand den behelfsmäßigen Weg entlang der Stufenterrasse. Dieser wurde nun mit einer eisernen Paneele und Trassenband plötzlich gesperrt. Folge: Die Behinderten (Stufenprobleme, Rollator, Rollstuhl) haben einen mehrere Hundert Meter langen Umweg Richtung Okercabana zu absolvieren. Wenig besser ist der Weg Richtung Innenstadt und über die Okerniederungen. Lösung: Dem Zugang wird mit Pflasterung der Umfahrung Rechnung getragen oder der Planungsfehler „fehlende Rampe“ wird korrigiert.“

Die NB hat sich bei der Stadt nach den Hintergründen der Absperrung erkundigt. „Der Trampelpfad wurde nach einer Sachbeschädigung an einem Rabattengeländer abgesperrt“, teilt uns Sabrina Willer von der Pressestelle mit. Aus diesem war ein Stück herausgesägt worden. „Das Flatterband sollte bis zur Wiederherstellung das Geländer kenntlich machen und wird in Kürze wieder entfernt.“ Die Nutzung des Pfades durch Menschen mit Einschränkungen ist der Stadt neu. „Für Personen im Rollstuhl, die nach einer Veranstaltung in der VW-Halle zum Hotel gelangen möchten, erreichen dieses am einfachsten über einen der nordöstlichen Ausgänge der Halle und über den Kiryat-Tivon-Park“, teilt die Stadt mit. Eine Rampe an der von Leser Helger Naucke beschriebenen Stelle sei nicht vorgesehen, da dies einen Eingriff in den Wurzelraum der umliegenden Groß-Bäume bedeuten würde.

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