4. November 2014
Sportliches

„Weltoffen und tolerant“

Eintracht Braunschweig verbietet fremdenfeindliche Symbolik.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 05.11.2014.

Braunschweig. Eintracht Braunschweig verbietet sogenannte „HoGeSa“-Symbolik. „Es gibt hier bei uns keinen konkreten Anlass, aber andere Bundesligisten haben bereits Verbote ausgesprochen, jetzt folgen wir rein präventiv“, erklärt Miriam Herzberg, Eintracht-Pressesprecherin den jetzigen Schritt.

Bereits zum Heimspiel gegen den VfR Aalen am vergangenen Sonntag hatte Eintracht Braunschweig aus aktuellem Anlass im Rahmen der Faninfos darauf hingewiesen, dass das Tragen und Zeigen von Kleidungsstücken und Symboliken mit den Schriftstücken „HoGeSa“ (Hooligans gegen Salafisten) und „GnuHonnters“ aufgrund des gewaltverherrlichenden Potenzials beider Verbindungen und des offen zur Schau gestellten fremdenfeindlichen Hintergrunds im Eintracht-Stadion nicht gestattet sind.

„Diese Maßnahme war in Ergänzung zu unserer bestehenden Stadionordnung und unseren allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen sofort gültig“, erklärt Soeren Oliver Voigt, Geschäftsführer der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. Darüber hinaus werde ein Antrag auf Ergänzung der Stadionordnung bei der Stadt als Verpächter gestellt. „Eintracht Braunschweig steht für eine weltoffene, tolerante Sport- und Fußball-Kultur und spricht sich gegen fremdenfeindliche, rassistische, homophobe, gewaltverherrlichende, antisemitische, links-, beziehungsweise rechtsextreme und ausländerfeindliche Verhaltensweisen, Lebensanschauungen und politische Einstellungen aus“, betont Voigt.

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