„Wenn ich mein Board unter den Füßen habe, dann habe ich Spaß“ | Neue Braunschweiger
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7. Februar 2020
Sport

„Wenn ich mein Board unter den Füßen habe, dann habe ich Spaß“

Timo Ventroni und Sandro Eiselt lieben das Skaten und haben jetzt die erste Schule für angehende Skateboardfahrer eröffnet

Timo Ventroni (unten) und Sandro Eiselt in der Skatehalle in Aktion. Foto: skateacademy38.de

Braunschweig. Zusammen gezählt rollen Timo Ventroni und Sandro Eiselt schon 40 Jahre durch die Skateboard-Szene. Wie fast alle haben sie auf der Straße oder einem Supermarkt-Parkplatz damit begonnen und sich von den Älteren die Tricks abgeschaut. Nun wollen sie ihre Erfahrung weitergeben und haben Braunschweigs erste Skateboardschule gegründet.

„Im Verhältnis zur Größe der Stadt haben wir eine recht große Szene und vor allem eine wahnsinnig gute ‘Skatepark Dichte’. Was viele nicht wissen ist, dass wir mit der Skatehalle in der Böcklerstraße (S.C. Walhalla) etwas haben, worum uns vermeintliche Weltstädte wie Köln oder München beneiden – nämlich auch in den ungemütlichen Jahreszeiten im Trockenen und Warmen skaten zu können“, ordnet Timo die Löwenstadt ein. Damit diese Szene weiter wächst, bieten die Beiden in der Böcklerstraße nun Skateboardkurse für Jung und Alt, Anfänger und Fortgeschrittene, in der Gruppe oder als Privatunterricht an.

Dabei geht es aber nicht nur um das Erlernen der Tricks. „Style ist auch ein wichtiger Faktor. Es ist sehr familiär, locker und wir nehmen uns alle nicht zu ernst. Wir haben immer Spaß, auch wenn wir neue Leute aus der Szene treffen. Im Gegensatz zu früher ist Skateboarding populärer und angesehener geworden und zieht sich durch so gut wie alle sozialen Schichten. Aktuelles Beispiel ist, dass Skateboarding in diesem Jahr zum ersten Mal eine olympische Disziplin ist“, erzählen sie.

Die beiden haben sich bei einem Beratungsgespräch in einem Fachgeschäft zum Thema Skateboard und Skateschuhe kennengelernt, wurden dann bald Kollegen, Freunde und Skate-Buddys. Die Idee zur Skateboardschule hatte Sandro, der schon in Münster Camps geleitet hat: „Mir hat nur der richtige Partner an meiner Seite gefehlt, den ich mit Timo gefunden habe! Außerdem finde ich, dass der Nachwuchs aus der Region die Möglichkeit haben sollte, Skateboardfahren richtig zu lernen. Zu unserer Zeit gab es sowas nicht und wir konnten nur bei den Älteren abschauen oder nachfragen – wenn sich denn einer getraut hat.“ „Ich bin da irgendwie reingeschlittert und hatte am Anfang gar keine Vorstellung, aber Sandro hat mich mit jedem Gespräch mehr und mehr begeistert“, ergänzt Timo.
Inzwischen arbeiten beide hauptberuflich bei einer Sportartikel-Kette, „kurzfristig ist unser Ziel, die skateacademy38 in der Umgebung bekannt zu machen und in den Ferien möglichst viele Kurse neben unserem Hauptberuf geben zu können. Auf lange Sicht wäre es schön, wenn wir unser Hobby zum (Haupt-)Beruf machen können und damit den Nachwuchs in der Szene fordern und fördern“, wünscht sich Timo.

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