„Werden uns nicht verstecken“ | Neue Braunschweiger
12. Dezember 2020
Sport

„Werden uns nicht verstecken“

Kampfansage von Proschwitz – Eintracht empfängt Osnabrück – Wiedersehen mit Ken Reichel

Nick Proschwitz, hier im Zweikampf mit Paulis Rico Benatelli, spielt bislang eine starke Saison. Foto: Christian Schroedter/imago images

Braunschweig. Durchatmen hieß es für die Löwen am vergangenen Wochenende nach dem wichtigen 2:1-Heimerfolg gegen den FC St. Pauli. Der Sieg gegen den Nordrivalen vergrößerte die Distanz zu den Hamburgern auf dem ersten direkten Abstiegsplatz um vier Zähler. Beim morgigen Heimauftritt gegen den VfL Osnabrück (Anstoß 13.30 Uhr) wollen die Blau-Gelben weiter punkten, um vor der anstehenden englischen Woche eine gute Ausgangsposition zu besitzen.

„Wir werden uns nicht verstecken und wollen die drei Punkte in Braunschweig behalten“, gibt sich Nick Proschwitz vor der Partie gegen die Lila-Weißen angriffslustig. Der Stürmer ist mit vier Toren und zwei Vorlagen aktuell Topscorer der Löwen und leitete mit der Vorlage zu Marcel Bärs Ausgleichstreffer den wichtigen dreifachen Punktgewinn gegen Pauli ein. „Ich bin zufrieden mit meiner eigenen Leistung und auch der des Teams. Es war uns allen klar, dass es schwer werden würde, nach jetzigem Stand können wir mit unseren elf Punkten zufrieden sein“, zieht er eine positive Zwischenbilanz und freut sich über das Vertrauen des Trainerteams, „dass ich in jedem Spiel zurückzuzahlen versuche.“ Mit Blick auf die Partie gegen den VfL wünscht er sich einen ähnlich leidenschaftlichen Heimauftritt wie gegen die Kiezkicker, anschließend aber auch Punktgewinne in der Fremde: „Wie müssen versuchen die Heimstärke zu behalten, trotzdem auch auswärts mal einen Dreier einzufahren.“

Ein Wiedersehen gibt es für „Proschi“ morgen mit Ken Reichel, den er aus gemeinsamen Zeiten in der U23 des Hamburger SV kennt: „Das letzte Mal habe ich Ken bei der Hochzeit von Marc Pfitzner gesehen. Wir kennen uns schon lange und waren eigentlich immer in Kontakt. Ich hoffe, dass er schnell zurück in die Startelf kommt, am Wochenende darf er die Punkte aber gerne in Braunschweig lassen.“

Anschließend geht es für Proschwitz und die Löwen mit einer englischen Woche weiter, die ausgerechnet Duelle mit zwei seiner Ex-Clubs bereithält: „Für mich sind die Spiele schon etwas Besonderes. In Paderborn habe ich den Durchbruch geschafft, während ich in Fürth in der Jugend gespielt habe und schon als kleines Kind häufig im Stadion gewesen bin.“

Nach dem „Bonusspiel“ im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund kurz vor Weihnachten wartet mit Erzgebirge Aue schon am 3. Januar der nächste Punktspielgegner. „Ich finde es gut, wenn es im Januar direkt wieder losgeht und man nicht durch eine Vorbereitung von vorne beginnen muss. Es erinnert es mich an meine Zeit in England, wo es ja nur eine kurze Winterpause gibt“, freut er sich auf den ereignisreichsten Monat der aktuellen Spielzeit, in dem gleich sechs Punktspiele anstehen. Eine Vorentscheidung sieht er nach dann 19 absolvierten Begegnungen allerdings noch nicht: „Ich rechne damit, dass es bis zum letzten Spieltag spannend bleibt.“ Dann würde auch sein Vertrag in der Löwenstadt enden, wo er sich einen weiteren Verbleib durchaus vorstellen könnte. „Der Spielball liegt natürlich beim Verein. Es macht mir aber Spaß, mit der Mannschaft und allen drumherum zusammenzuarbeiten.“

So könnten sie spielen: Fejzic – Nikolaou, Wydra, Ziegele – Schlüter, Kammerbauer, Ben Balla (Kroos), Wiebe – Kobylanski – Proschwitz, Bär (Kaufmann)

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