Wichtiger Sieg mit bitterer Pointe

Basketball: Braunschweig zieht ins Pokal-Viertelfinale ein – Lansdowne muss verletzt pausieren

Athletisch und wurfstark: Brayon Blake (links, 20 Punkte) gehörte neben Tommy Klepeisz (21) und Center Scott Eatherton (18) zu den stärksten Löwen. Foto: Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Braunschweig. Mit nur vier siegreichen Spielen einen Titel holen: Das geht im Basketball nur im Pokal. Die Löwen konnten am vergangenen Sonntag die erste Hürde überwinden. Der leidenschaftliche 83:75 (27:42)-Comeback-Sieg gegen den Mitteldeutschen BC begeisterte die 2267 Fans in der Volkswagenhalle – war letztlich aber auch teuer erkauft.

In der ersten Halbzeit war es so gar nicht das Spiel der Gastgeber. Die Würfe wollten einfach nicht fallen, mit Ballverlusten machten sich die Löwen von Beginn an das Leben selbst schwer. So stand es nach gut drei Minuten bereits 0:8, am Ende der ersten 20 Minuten stand gar eine heftige 15-Punkte-Hypothek.
„Es war richtig gut, dass wir es geschafft haben, so zurückzukommen“, lobte Löwen-Trainer Frank Menz das, was er nach dem Seitenwechsel sehen durfte. Seine Mannschaft kam nämlich bissig aus der Kabine, mit dem nötigen Stolz, sich vom Tabellenletzten der Basketball-Bundesliga nicht in eigener Halle vorführen zu lassen. Die nun begonnene Aufholjagd wurde allerdings von einem Schreckmoment überschattet: Nach 26 Minuten landete Backcourt-Anführer DeAndre Lansdowne auf dem Fuß eines Gegenspielers – und musste mit einer Verletzung vom Feld. Später wurde Lansdowne mit Krücken gesehen.

Der genaue Befund kam gestern Nachmittag: Mit einem Teilriss des vorderen Außenbandes im linken Sprunggelenk muss Lansdowne drei bis vier Wochen zuschauen, also auch im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den FC Bayern München. Auch Bazou Koné, der gegen den MBC fehlte, muss wegen einer Knochenhautreizung weiter pausieren.
Auch ohne Lansdowne kamen die Löwen dem MBC näher. Tommy Klepeisz, Topscorer mit 21 Punkten (11/11 Freiwürfe), übernahm nun ganz viel Verantwortung. Im Schlussviertel, das beim Stand von 52:60 begann, zeigte dann Neuzugang BJ Blake (20 Punkte), dass er für die Löwen eine echte Verstärkung darstellt. Elf Punkte erzielte der US-Flügel in diesem Abschnitt. Sieben Minuten vor der Schlusssirene tobte die Halle, als Blake per Dreier die erste Löwen-Führung der Partie erzielte (63:62). Noch lauter wurde es eine halbe Minute vor Spielende, als Blake den vorentscheidenden Dreier zum 79:75 traf.

„Wichtig war auch, dass wir ein knappes Spiel gewonnen haben. Das gibt uns Selbstvertrauen und wird uns in der Saison noch helfen“, betonte Menz die mentale Komponente des Sieges. In der BBL warten die Löwen noch auf einen Erfolg. Und gegen die Bayern und danach in Bayreuth hängen die Trauben – ohne Lansdowne und Koné – sehr hoch

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