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Wiebe und Otto drehen Partie beim KFC

Fußball 3. Liga – Eintracht-Trainer Flüthmann: „Ein Riesending“ – Marc Pfitzner nach Platzverweis für zwei Spiele gesperrt

Danilo Wiebe erzielte in der 82. Minute den Siegtreffer für Eintracht Braunschweig. Foto: Revierfoto/imago images

Braunschweig. Die Löwen marschieren weiter! Beim 2:1-Erfolg über den KFC Uerdingen stellten die Blau-Gelben allen Widrigkeiten zum Trotz ihre Moral unter Beweis und bleiben auswärts weiter ungeschlagen. Nach dem Rückstand und der roten Karte gegen Marc Pfitzner drehten Yari Otto und Danilo Wiebe die Partie für die Flüthmann-Elf, die nach dem starken Auftritt am Rhein als alter und neuer Tabellenführer in die Länderspielpause geht.

„Nach hintenraus Unterzahl, das sind Siege die einfach richtig viel wert sind“, freute sich der Eintracht-Trainer über den Sieg gegen die Krefelder, die das bessere Ende zunächst auf ihrer Seite wähnten.

Vor allem in der ersten Halbzeit kamen die Löwen nicht wie gewünscht ins Spiel, was Flüthmann zufolge jedoch am eigenen taktischen Fehlverhalten lag. „Wir haben nicht die Laufwege gemacht, um den Gegner zu stören“, bemängelte der 37-Jährige. Die Folge waren viele tiefe Bälle der Gastgeber und das Gefühl „wir würden hinterher rennen.“

Im zweiten Durchgang kam es für die Blau-Gelben dann zunächst knüppeldick. Assani Lukimya nickte nach einem Freistoß per Kopf zur Uerdinger Führung ein (53.) und nur wenige Minuten später erhielt der eingewechselte Marc Pfitzner für ein Allerweltsfoul am Mittelkreis vom schwachen Schiedsrichter Florian Bad-stübner die rote Karte und wurde für zwei Punktspiele gesperrt. „Er bleibt am Knie vom Gegner hängen und kann sein Bein nicht mehr wegziehen“, registrierte auch Flüthmann den Platzverweis voller Unverständnis, freute sich anschließend aber umso mehr über das starke Comeback seiner Mannschaft.

Zunächst jagte der eingewechselte Yari Otto einen Querpass von Marcel Bär in den Winkel (72.), anschließend fasste sich Danilo Wiebe aus der Distanz ein Herz und hatte Glück, dass Lukimya den Ball über KFC-Keeper Lukas Königshofer hinweg ins Tor abfälschte (82.). „Nach dem Ausgleich dachte ich, das halten wir hoffentlich, dann noch den Siegtreffer zu erzielen ist ein Riesending“, lobt Flüthmann den absoluten Siegeswillen seiner Mannschaft. Der Coach hatte einmal mehr hellseherische Fähigkeiten bewiesen und wie bereits zwei Wochen zuvor in Kaiserslautern den Sieg „eingewechselt“.
Dementsprechend zufrieden zeigte er sich dann auch mit der Leistung von Otto, der neben seinem eigenen Tor auch den Assist zum Wiebe-Treffer für sich verbuchen konnte: „Schön zu sehen, dass er so motiviert ist. Das zeigt, dass es auch bei denen, die reinkommen passt und wir vieles auffangen können.“

Statistik

Mannschaft: Fejzic (2,5) – Kijewski (3), Nkansah (2,5), Becker (3), Kessel(3) – Wiebe (2), Nehrig(3,5) – Kobylanski (3,5) – Feigenspan (3,5), Proschwitz (3,5), Bär (3)
Eingewechselt: 46. Pfitzner (-) für Nehrig; 67. Y. Otto (-) für Feigenspan ; 76. Ziegele (-) für Kobylanski
Tore: 1:0 (53.) Lukimya; 1:1 (72.) Y. Otto (Vorarbeit Bär); 1:2 (82.) Wiebe (Y. Otto)
Zuschauer: 3422
Gelbe Karte: Kessel, Becker, Bär
Rote Karte: Pfitzner (60./rohes Spiel)

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