27. März 2021
Sport

Wieder einen möglichen Sieg hergeschenkt

Basketball-Bundesliga: Löwen verlieren nach 17 Punkten Führung in Chemnitz – Morgen Heimspiel gegen Frankfurt

Löwen-Neuzugang Arnas Velicka steckt in einer kleinen Krise. In den vergangenen beiden Partien traf er nur drei von 15 Würfen aus dem Feld (insgesamt elf Punkte). Foto: Trienitz /imago

Braunschweig. Erst dominiert, dann kollabiert: So ließe sich das Spiel der Löwen-Basketballer am Mittwoch in Chemnitz in Kürze beschreiben. Bei den Niners, die im vergangenen Jahr erstmals den Sprung in die Bundesliga geschafft hatten, führten die Braunschweiger zur Halbzeitpause mit 50:35 – und mussten am Ende dennoch eine 83:87-Niederlage einstecken. In der Tabelle sind die Schwarz-Goldenen damit auf Rang 13 zurückgefallen.

Mit bis zu 17 Punkten hatten die Löwen zwischenzeitlich geführt, nach einer gespielten Minute im Schlussviertel lagen die Gäste immerhin noch mit zwölf Zählern vorn (75:63). Doch wie schon eine Woche zuvor in Hamburg gaben sie einen möglichen Sieg noch aus der Hand. „Als junges Team hatten wir im letzten Viertel keine Antwort mehr, leisteten uns zu viele Ballverluste und konnten nicht mehr die Würfe kreieren, die wir haben wollen“, bewertete Löwen-Cheftrainer die komplett unnötige Niederlage gegen eine Chemnitzer Mannschaft, die man eineinhalb Wochen zuvor noch souverän mit 93:77 bezwungen hatte.

„Wir haben einfach aufgehört zu spielen“, befand Power Forward Martin Peterka direkt nach der Partie bei Magentasport. Der tschechische Nationalspieler war als Topscorer der Löwen mit 18 Zählern erneut einer der Lichtblicke im Strobl-Team, obwohl auch er nach dem Seitenwechsel nur noch vier Punkte beisteuerte. Mit einer derart hohen Führung „müssen wir weiterspielen und das Spiel mit 30 gewinnen“, ärgerte sich der starke Distanzschütze, der fünf Dreipunktewürfe versenkt hatte. Karim Jallow und James Robinson kamen auf jeweils 16 Zähler.

Bereits am vergangenen Samstag hatten sich die Löwen im Rückspiel gegen die Hamburg Towers geschlagen geben müssen. Das 63:74 in der VW-Halle war eines der schwächeren Bundesliga-Spiele in dieser Saison. Auch hier hatte Peterka die meisten Löwen-Punkte (13) erzielt.

Nach nun bereits drei Niederlagen hintereinander, von denen zwei absolut vermeidbar waren, empfangen Peterka, Jallow und Co. am morgigen Sonntag (15 Uhr) die Skyliners aus Frankfurt. Die Mannschaft um den Ex-Löwen Joe Rahon bezwang die Braunschweiger im Hinspiel am zweiten Weihnachtsfeiertag mit 103:98 nach Verlängerung. Ein Sieg gegen den Tabellenneunten scheint also im Bereich des möglichen – zumindest dann, wenn man mit einer Führung im Rücken nicht das Basketballspielen einstellt

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