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In der nächsten Woche beginnt eine große Zustellerwerbeaktion

Zustellerwerbung auf neuen Wegen: Regionalleiter Stefan Ludwig verteilt auch vor dem BZV-Medienhaus gleich ein paar der Sattelschoner. Foto: Marion Korth

Innenstadt. Fahrradfahrer sollten sich nicht wundern, wenn ihr geparktes Fahrrad auf einmal einen roten Sattelschoner trägt. Ende nächster Woche beginnt in Braunschweig eine große Zustellerwerbeaktion. Vor allem Räder, die am Hauptbahnhof und im TU-Bereich abgestellt sind, werden mit dem Regenschutz versehen.

Rund 1600 Menschen sorgen dafür, dass die Neue Braunschweiger und die Braunschweiger Zeitung verteilt werden. Und es sollen noch mehr werden. „Das Traumszenario ist, dass wir für jeden Bezirk einen Stammzusteller haben“, sagt Stefan Ludwig, Regionalleiter der Funke Logistik GmbH in der Region 38. An allen Konzernstandorten wird für den Zustellerjob geworben. Als „fair bezahlt, sicher und verantwortungsvoll“ wird die Aufgabe beschrieben. Die Zeitungen werden in Wohnortnähe abgelegt, Transportkarren oder Satteltaschen sowie wetterfeste Jacken gestellt. Bezahlt wird Mindestlohn, überdies gibt es einen Nachtzuschlag, denn die BZ muss bis 6.30 Uhr im Kasten stecken. Für Zusteller gilt deshalb das Mindestalter von 18 Jahren. Die NB wird dagegen vielfach von Schülern und Studenten verteilt. Annalena Scheer ist eine von ihnen und erzählte uns über ihren Nebenjob.

Kostenlose Hotline

Übrigens: Wer bei der Aktion keinen Sattelschoner abbekommt, kann sich im Internet unter funke-zusteller.de und über die kostenlose Hotline 0800/450 40 50 informieren.

Wenn Annalena um 15 Uhr Schulschluss hat, dann wartet gleich die nächste Aufgabe auf sie: Seit etwas mehr als einem Jahr trägt sie mittwochs und samstags die NB im östlichen Ringgebiet aus. Ihre Mutter brachte sie auf die Idee. Das Geld kann die Schülerin gut gebrauchen. „Ich spare für einen Führerschein“, erzählt sie.
„Man braucht genügend Zeit“, sagt Annalena, unter Druck werde der Job schnell stressig. Das persönliche Zeitfenster muss passen. Um 18 Uhr hat Annalena nämlich noch etwas vor, sie ist in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv.

Bis dahin hat Annalena ordentlich zu tun, belädt an der Abladestelle ihren „Rollie“ und macht sich zu Fuß auf den Weg. Die überwiegende Zahl der Zusteller ist allerdings mit dem Fahrrad unterwegs, deshalb die Idee, speziell unter den Radfahrern Bewerber zu suchen.

Nützlich: In der nächsten Woche beginnt in Braunschweig die Verteilung der Sattelschoner, danach geht es in Helmstedt weiter. Foto: Marion Korth

Ohne Menschen wie Annalena Scheer geht es nicht. Oder ohne versierte Zusteller wie Max Thomeschat, der in Wolfenbüttel die Wolfenbütteler Zeitung jeden Morgen an den Mann und an die Frau bringt – bis 6.30 Uhr muss die Zeitung im Kasten stecken, auch wenn es regnet oder stürmt. Wie der Zusteller sich seine Zeit einteilt, ist ihm selbst überlassen.

„Die Aufgabe beginnt an der Abladestelle mit dem Sortieren der Printprodukte“, erläutert Regionalleiter Stefan Ludwig. Denn nicht nur Zeitungen, sondern auch Zeitschriften, Kundenmagazine und vieles mehr würden verteilt. Jeder zukünftige BZ-Zusteller müsse sich zudem klarmachen, dass es sich um einen Sechs-Tage-Job handelt. Interessant beispielsweise für den Rentner, der sich bis zu 450 Euro hinzuverdienen darf, und sogar für Menschen, die eine Teilzeit- oder Vollzeittätigkeit suchen.

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