Wintergemüse: Einfach (und) lecker | Neue Braunschweiger
21. Dezember 2019
Tipps

Wintergemüse: Einfach (und) lecker

Nicht nur zur Weihnachtszeit ein leckeres Essen ohne tierische Zutaten, aber mit viel Gemüsegeschmack

Eine Auswahl von Gemüse, das es bis ins Frühjahr aus regionalem Anbau gibt. Die feine Säure von Äpfeln passt hervorragend dazu. Rechts: Semmelbrösel und Margarine werden angebräunt. Fotos: Marion Korth

Wir kochen gern und eigentlich jeden Abend. Ganz wichtig dabei: Unser Essen soll einfach sein, ohne Schnickschnack, und aus guten Zutaten bestehen. Für uns bedeutet das möglichst aus regionalem und ökologischem Anbau und ohne tierische Zutaten. Alltagstauglichkeit geht über alles, deshalb: Wir filetieren keine Orangen und flambieren auch nichts. Um Rezepte, die jede Menge Spezialzutaten erfordern, machen wir ebenfalls lieber einen Bogen.

Auch für unser Wintergemüse steht die einfache, energiesparende Zubereitung mit wenig Töpfen und Pfannen sowie eine bodenständige Auswahl der Lebensmittel im Vordergrund. Die Gemüse gibt es jetzt allesamt auf dem Markt. Gerade die Herbst- und Winterzeit liefert uns so viele, so gute Gemüse, die voller Geschmack und voller Vitalstoffe stecken, und nicht einmal um den Globus transportiert worden sind. Das sind: Kohl, Lauch, Kartoffeln, Pastinaken, Möhren und und und.

Unser Wintergemüse lässt sich inhaltlich variieren, wer keine Petersilienwurzeln findet, nimmt eben eine Pastinake mehr. Auch die Kombination mit Äpfeln ist möglich, die dann – in kleinere Stücke geschnitten – ebenso wie das Gemüse im Rezept, gedämpft oder gedünstet werden müssen. Dieses Winteressen ist also durchaus variabel und lässt sich wunderbar vorbereiten.

Zutaten (für 2 Personen)
• 4 große mehligkochende Kartoffeln (oder entsprechend mehr kleinere). Unsere Lieblingssorte heißt Lilly.
• 1 – 2 Stangen Lauch (je nach Dicke der Stangen)
• 2 mittelgroße Pastinaken
• 4 Petersilienwurzeln
• 4 mittelgroße Möhren
• 1 Tasse Semmelbrösel
• Pfeffer, Salz, Muskatnuss
• 100 g vegane Margarine aus ungehärteten Ölen und Fetten (z. B. Deli-Reform).

Zubereitung
Kartoffeln schälen und vierteln und mit etwas Salz in die unterste Etage eines mehrstöckigen Dampfgartopfs ins Wasserbad geben. Das Wasser erhitzen, derweil das Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Wenn das Wasser im Topf mit den Kartoffeln kocht, das Gemüse außer dem Lauch in die zweite Etage des Dampfgartopfs geben. Der Lauch, der schneller gar ist und dann leicht zerfällt, kommt in die oberste, die dritte Etage des Dampfgartopfs. Etwa 15 Minuten kochen.

Derweil in einem anderen Topf die Margarine schmelzen. Die Semmelbrösel in die Margarine geben und unter ständigem Rühren anbräunen lassen. Zum Schluss Salz, frisch gemahlenen Pfeffer aus der Mühle und frisch geriebene Muskatnuss dazugeben.

Die Kartoffeln und das Wintergemüse auf Portionsteller – ich nehme vorgewärmte gusseiserne Schalen – anrichten und die Semmelbrösel darüber geben. Fertig! Guten Appetit!

Wer keinen Dampfgartopf hat, kann das Gemüse selbstverständlich auch in etwas Wasser in einem normalen Kochtopf zubereiten. Aber durch die schonende Zubereitung wird nicht nur die Konsistenz des Gemüses, sondern auch der Geschmack besser bewahrt. Obwohl das Gemüse selbst nicht gewürzt wird und nur die Semmelbrösel mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abgeschmeckt sind, schmeckt dieses vegane Winteressen intensiv nach jeder einzelnen enthaltenden Gemüsesorte.

Wintergemüse mit kräftig gewürzter und angebräunter Semmelbröseldecke. Das Gemüse gibt es aus regionalem Anbau.

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