„Wir dürfen weiter hoffen“

Fußball: Eintracht gewinnt „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Köln – Otto erleidet Bänderriss

Eintracht-Jubel nach dem 3:1 von Mike Feigenspan gegen Köln. imago/Eibner

Braunschweig. Der 3:1-Erfolg bei Fortuna Köln hat Eintrachts Drittliga-Fußballer im Abstiegskampf aufatmen lassen. Nach der Niederlage in der Vorwoche gegen Wehen Wiesbaden kehrten die Löwen auf die Erfolgsspur zurück und sicherten sich gegen den direkten Konkurrenten drei enorm wichtige Zähler.

Den Aufwind wollen die Blau-Gelben nutzen, um am kommenden Wochenende gegen die in diesem Jahr noch sieglose SpVgg Unterhaching erneut ein Erfolgserlebnis feiern zu können.

„Wir nehmen aus dem Spiel drei wichtige Punkte mit, die uns weiterhin die Chance erhalten, um den Klassenerhalt zu spielen und hoffen zu dürfen“, wollte André Schubert den Erfolg in Köln ebenso wie die Niederlage aus der Vorwoche nicht überbewerten. Dennoch macht der 47-Jährige deutlich, dass es bei einem Remis „schwieriger“ geworden wäre und bei einer Niederlage „richtig schwierig“.

In diesem Fall wären es sieben Punkte Rückstand auf Sonnenhof Großaspach auf dem ersten Nichtabstiegsplatz gewesen, doch stattdessen rangieren hier jetzt die Kölner, mit nur drei Zählern Vorsprung in Schlagdistanz.

Dass die Löwen den Erfolg einfahren konnten, war vor allem der prompten Reaktion auf den Führungstreffer durch Hamdi Dahmani (65.) zu verdanken, den Philipp Hofmann mit einem sehenswerten Heber nur wenige Minuten später beantwortete. „Das Tor macht er überragend“, lobt Schubert den Mittelstürmer. Er sieht den mit sieben Treffern bislang erfolgreichsten Torschützen als wichtigen Mosaikstein, möchte ihn aber nicht nur auf Tore reduzieren: „Er hat eine Riesenbedeutung für die Mannschaft, investiert sehr viel, läuft Gegner an, behauptet Bälle und stellt teilweise gegen drei Gegenspieler den Körper rein.“

Auch Christoph Menz, der an alter Wirkungsstätte beim Startelfdebüt den vorentscheidenden Treffer per Freistoß erzielen konnte (70.), wurde von seinem Trainer mit lobenden Worten bedacht: „Menzer bringt sehr gute Standards und hat den Freistoß sehr gut auf den zweiten Pfosten gezogen, sodass er schwierig zu verteidigen ist“, erklärt der 47-Jährige, der sich anstelle von Marc Pfitzner für den Neuzugang von Viktoria Berlin in der Startelf entschieden hatte.

„Wir haben ihn reingenommen, um Pfitze eine Pause zu gönnen, aber auch, weil er einen guten ruhigen Spielaufbau hat und die Bälle gut verteilt“, so Schubert, für den es mit der Verletzung von Yari Otto allerdings auch einen Wermutstropfen zu verzeichnen gab. Der Youngster war nach einem Zweikampf kurz vor dem Seitenwechsel unglücklich mit dem Fuß aufgekommen und mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegengeblieben. Seine Verletzung stellte sich als Außenbandriss heraus, der ihn zu einer mehrwöchigen Pause zwingen wird.

Der 19-Jährige wird den Löwen gegen Unterhaching somit fehlen, während die gegen Köln erkrankten Onur Bulut und David Sauerland wohl ebenso wieder mitwirken können wie Leandro Putaro, der kurzfristig mit einer Zerrung ausgefallen war.

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