„Wir haben die Lage entzerrt“ | Neue Braunschweiger
18. Dezember 2019
Buntes

„Wir haben die Lage entzerrt“

NB-Leserin ärgerte sich über die Schlangen in der Postfiliale Nußbergstraße – Post hat reagiert

Mehrere Wochen lang war die Postfiliale in der Nußbergstraße hoffnungslos überlaufen. Viele nicht zugestellte Pakete wurden im östlichen Ringgebiet gelagert . Foto: BZV-Archiv

Östliches Ringgebiet. Pakete, die nicht zugestellt werden, obwohl der Empfänger zu Hause ist, lange Schlangen vor den Schaltern: Die Postdienste sind ein Dauer-Reizthema. Auch NB-Leserin Annemarie Ohl aus dem östlichen Ringgebiet hat sich geärgert – hier ist ihre Geschichte: „Seit einigen Wochen werden Pakete von DHL, die nicht zugestellt werden können, in die kleine Postfiliale in der Nußbergstraße geliefert. Und es sind nicht nur Pakete, die zum östlichen Ringgebiet gehören, sondern zum Beispiel auch welche aus der Goslarschen Straße.“

Inzwischen hat sich die Lage beruhigt, weil die Post nach einer Lösung gesucht hat. Foto: Birgit Wiefel

Seitdem sei in der Nußbergstraße der Teufel los. Die Kunden ständen bis vor die Tür. „Als ich eben dort ein paar Briefmarken kaufen wollte, standen in der Filiale acht Kunden und sechs vor der Türe. Und das ist der Normalzustand“, schimpft sie. Auch in der Hauptpost am Berliner Platz hätten oft lange Schlangen gestanden, aber dort, so die Leserin, gebe es mehr Personal und die Räumlichkeiten seien größer. „Hinzu kommt: Die Parkplätze in der Nußbergstraße sind knapp, so dass die Autos die ganze Straße verstopfen.“
Für Annemarie Ohl ein untragbarer Zustand – sowohl für die Kunden als auch für das Betreiber-Ehepaar.

„Problem bekannt“

Wir wollten von der Post wissen, ob das Problem bekannt sei und welchen Rat sie Kunden geben kann. Pressesprecher Jens-Uwe Hogarth, verantwortlich für den Bereich Südost-Niedersachsen, bestätigt, dass Pakete in der Tat eine Zeit lang verstärkt in die Filiale Nußbergstraße geliefert worden seien, „das haben wir aber mittlerweile entzerrt“, betont er. Wenn es im Moment zu Schlangen vor den Schaltern kommen würde, sei das ganz normal. „Vor Weihnachten ist es einfach immer voll“, sagt Hogarth.

Er empfiehlt Kunden von DHL, bereits im Vorfeld eine Wunschfiliale anzugeben. „Dafür reicht eine Registrierung auf der Internetseite von DHL und dann die Angabe der Wunschfiliale bei der Bestellung.“ Pakete können auf diese Weise auch beim Kooperationspartner (etwa ein Schreibwarenladen) um die Ecke abgeholt werden – „vorausgesetzt, die Filiale hat genügend Platz, um Pakete zu lagern.“
Ein weitere Möglichkeit: Packstationen. Deren Zahl stockt die Post gerade auf – von bundesweit aktuell 4000 auf rund 7000 Stationen im Jahr 2021.

Auch interessant