„Wir haben sehr ordentlich gespielt“ | Neue Braunschweiger
19. Dezember 2017
Sport

„Wir haben sehr ordentlich gespielt“

„Bärenduell“: Wolfsburgs Eishockey-Erstligist gewinnt Heimspiel mit 7:4 gegen Berlin

Von Jens Neumann, 19.12.2017

Wolfsburg. Stark, einfach nur bärenstark war er, der Auftritt der Grizzlys im DEL-Topspiel gegen die Eisbären Berlin: Wolfsburgs Eishockey-Erstligist gewann das „Bärenduell“ vor knapp 4000 Zuschauern hochverdient mit 7:4 (3:2, 3:0, 1:2) und stürzte die Gäste damit von der Tabellenspitze. Viel Zeit zum Ausruhen blieb dem Team von Pavel Gross allerdings nicht, bereits gestern Abend stand das dritte Heimspiel in Serie gegen die Schwenninger Wild Wings an (bei Redaktionsschluss nicht beendet).
Vollgas-Eishockey bekam das Publikum beim „Bärenduell“ in der Eis Arena von Beginn an serviert – zumindest von den Gastgebern, die schon im ersten Drittel Pech bei zwei Pfostenschüssen von Robbie Bina (3.) und Jeff Likens (8.) hatten. Dennoch durfte der Grizzlys-Anhang gleich dreimal jubeln in den ersten 20 Minuten: Kris Foucault (5.) und Gerrit Fauser (11.) waren in Überzahl erfolgreich, Björn Krupp (14.) erhöhte nach einem sehenswerten Solo auf 3:0.
Die Eisbären, von denen bis dato nichts zu sehen war, zeigten in der Folgezeit jedoch, warum sie als Spitzenreiter nach Wolfsburg gereist waren:
Andre Rankel (14., 16.) verkürzte mit seinem Doppelschlag auf 2:3 – das Spiel war wieder offen und blieb obendrein noch temporeich.
Zu schnell war es für die Eisbären im Mitteldrittel:
Kris Foucault (22.) und Mark Voakes (25.) waren nicht zu halten und stellten den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Und nachdem Kris Foucault (32.) seinen Hattrick geschnürt und auf 6:2 erhöht hatte, skandierte der Grizzlys-Anhang bereits: „Macht sie alle, schießt sie aus der Halle…“
Das wiederum wollten die Eisbären mit aller Macht verhindern und kamen zu Beginn des Schlussabschnitts noch einmal stark auf. Mark Olver (44., 47.) sorgte mit seinem Doppelpack zum 4:6 für neue Spannung im Spiel. Auch, weil Alex Roach (46.) zum dritten Mal aus Grizzlys-Sicht am Torgestänge gescheitert war. So dauerte es bis zur Schlussminute, ehe Mark Voakes (60.) per Empty-net-Goal mit dem 7:4 für die endgültige Entscheidung sorgte.
„Es war ein besonderes Spiel vor dieser tollen Kulisse. Insgesamt haben wir sehr ordentlich gespielt und freuen uns über drei wichtige Punkte. Natürlich sind meine Tore schön – so kann es gerne weitergehen“, meinte der überragende Kris Foucault.
Am Freitagabend war Top-Torjäger Foucault im Heimspiel gegen Meister EHC RB München ohne Treffer geblieben – und musste mit den Grizzlys eine 2:4-Heimniederlage einstecken. Jeremy Dehner hatte das zwischenzeitliche 1:1 (8.) erzielt. Tyson Mulock (34.) ließ mit seinem Anschlusstreffer zum 2:3 kurzzeitig Hoffnung aufkeimen.
Am Ende siegte der Favorit aus der Isarmetropole jedoch verdient.

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