13. Februar 2021
Sport

„Wir können in Bochum etwas mitnehmen“

Eintracht-Neuzugang Brian Behrendt sieht sich „gut integriert“ – Kijewski und Kroos fehlen

Brian Behrendt im Zweikampf mit Marvin Ducksch während des Derbys gegen Hannover. Foto: Martin Ewert/imago images

Braunschweig. Als Stabilisator für die Abwehr wurde Brian Behrendt zu Beginn des Jahres verpflichtet und konnte dieser Rolle in den meisten Begegnungen gerecht werden. Drei von sechs Spielen endeten ohne Gegentor, seit seinem Debüt gegen Fortuna Düsseldorf verpasste er zudem keine Spielminute. Der Abstand zum rettenden Ufer vergrößerte sich dennoch, sodass ihm und seinen Teamkollegen heute beim Aufstiegskandidaten VfL Bochum (Anstoß 13.30 Uhr) zumindest ein Teilerfolg gut zu Gesicht stehen würde.

„Ich war sowohl in der Kabine als auch auf dem Spielfeld relativ schnell gut integriert und habe zu meinem Spiel gefunden, auch wenn noch Luft nach oben ist“, zeigt sich der aus Bremervörde stammende Nordniedersachse zufrieden mit seinen ersten Wochen in Blau-Gelb. Auch gegen die Top-Teams aus Hamburg, Kiel und Hannover wäre ohne die zwischenzeitlichen Schwächephasen seiner Meinung nach noch der ein oder andere Zähler drin gewesen: „Das ist momentan ein großes Thema für uns. Wir lassen zwar insgesamt wenig zu, sind direkt nach Gegentoren aber zu unkonzentriert. Es ist kein Zufall, dass das schon öfter passiert ist.“ So auch im Derby am vergangenen Wochenende, als die Hannoveraner die Partie binnen zwei Minuten drehen konnten, was den 29-Jährigen besonders ärgerte: „Eigentlich haben wir ein gutes Spiel gemacht. Jeder ist über die volle Distanz gefragt, auch nach Gegentoren so weiterzumachen wie davor.“

Für die anstehende Aufgabe im Ruhrgebiet, bei denen die Löwen auf Niko Kijewski (Reha) und Felix Kroos (Gelbsperre) verzichten müssen, sieht er trotz der eindeutigen Favoritenrolle und Spielstärke der Gastgeber die Chance auf eine Überraschung: „Es rechnet keiner mit uns, wir wissen aber, was wir können. Passt die Leistung jedes Einzelnen können wir etwas mitnehmen, da wir auch dem HSV und Hannover Paroli geboten haben.“ Für den weiteren Saisonverlauf sieht er den Zusammenhalt als wichtigsten Erfolgsfaktor an und hofft, dass sich die Löwen in den kommenden Wochen gegen die direkten Abstiegskonkurrenten selbstbewusst präsentieren: „Teamgeist steht über allem, alle müssen an einem Strang ziehen und sich nicht von außen beeinflussen lassen.“ Vor seinem Wechsel lief er für die Bielefelder im Oberhaus unter anderem gegen den FC Bayern und Borussia Dortmund auf, hatte nach seinem Kreuzbandriss in der Vorsaison aber keinen Stammplatz mehr, sodass er seinen Wechsel in eine tiefere Spielklasse keineswegs bereut: „Ich habe Bock auf die Aufgabe und möchte hier etwas aufbauen. Ich weine den schönen Momenten nicht nach und schaue nach vorne.“ Die Ostwestfalen dankten ihrem langjährigen Leistungsträger mit einem Video-Zusammenschnitt, in dem seine vier Weitschuss- und Freistoßtore für den DSC zu sehen sind, die allesamt Kandidaten für das „Tor des Monats“ darstellen: „Schusskraft gehört zu meinen Stärken und wird hoffentlich noch zum Einsatz kommen, ich warte auf meine Chance.“

So könnten sie spielen: Fejzic – Schlüter, Diakhité, Behrendt, Wiebe – Nikolaou, Ben Balla – Kobylanski – Ji, Proschwitz, Kaufmann

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