24. Juli 2015
Sportliches

„Wir können selbstbewusst in die Auftaktpartie gehen“

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht Braunschweig erwartet Sonntag den SV Sandhausen.

Fiebern dem Saisonauftakt entgegen: (v.l.) Jan Hochscheidt, Marcel Correia, Torsten Oehrl und Mirko Boland. Foto: Hübner

Von Elmar von Cramon, 24.07.2015.

Braunschweig. Mit der Partie MSV Duisburg gegen den 1. FC Kaiserslautern ist die 2. Fußball-Bundesliga am Freitag in die Saison 2015/16 gestartet.
Für die Spieler von Eintracht Braunschweig geht die intensive Vorbereitung am Sonntag um 15.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen zu Ende.

Ein Jahr nach dem Bundesliga-Abstieg hat man bei den Blau-Gelben die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus vorsichtig ins Visier genommen. „Zuletzt Platz sechs war ordentlich, aber wir wollen uns verbessern und in dieser Spielzeit besser abschließen“, sagt Braunschweigs sportlicher Leiter Marc Arnold.
Die Löwen wollen am Sonntag die ersten drei Punkte einfahren und vor heimischer Kulisse im Eintracht-Stadion den Grundstein für eine erfolgreiche Spielzeit legen.
„Wir können selbstbewusst in die Auftaktpartie gehen, weil wir in der Vorbereitung viele Dinge gesehen haben, die gut umgesetzt worden sind. Es wird spannend für mich, zu sehen, wie die Mannschaft diesen ersten Spieltag über die Runden bringt“, erklärt Trainer Torsten Lieberknecht mit „angespannter Vorfreude“.
Für den Eintracht-Coach dient das erste Pflichtspiel vor allem als Standortbestimmung: „Es ist vor allem wichtig, erst mal in den Rhythmus zu kommen; Vorbereitung und Saisoneröffnung sind zwei Paar Schuhe, das wird immer so bleiben“, weiß der 41-Jährige, der seiner neuformierten, verjüngten Mannschaft einen sehr guten Zusammenhalt und „Teamspirit“ attestiert.
Dem Gegner aus Nordbaden bescheinigt Lieberknecht vor dem Aufeinandertreffen eine überdurchschnittliche Qualität: „Sie spielen ordentlichen bis sehr guten Fußball.“ Als Faustpfand sieht der Eintracht-Coach die Eingespieltheit des Teams von Alois Schwartz, das mittlerweile das vierte Jahr seiner Zweitliga-Zugehörigkeit feiern kann: „Sie spielen zu Recht in der zweiten Liga“.
Personell können sich die Blau-Gelben Hoffnung machen, dass der an der Schulter verletzte Saulo Decarli ebenfalls mitwirken kann. Der Abwehrspieler stieg nach seiner Schultereckgelenkssprengung wieder in den Übungsbetrieb ein.
Fehlen wird neben dem rotgesperrten Ken Reichel auch Emil Berggreen, der nach wie vor über Knieprobleme klagt: „Er hat in der Vorbereitung viele Tage gefehlt und ist für dieses Wochenende noch keine Option“.
Neuzugang Mads Hvilsom, der nach seinem Wechsel zu den Blau-Gelben ebenfalls noch Dinge aufzuholen hat, ist zumindest für die Jokerrolle ein Kandidat: „Er besitzt hohe Torgefahr und eine sehr hohe Teammentalität, außerdem ist er menschlich ein Topjunge“, ist der Eintracht-Trainer voll des Lobes über den Neuzugang aus Dänemark. Hvilsom hatte laut Lieberknecht bei der Vertragsunterzeichnung Tränen in den Augen, „weil er stolz war, diesen Schritt zu machen.“
Unterdessen scheinen die Blau-Gelben bei der Suche nach einem weiteren Defensivakteur fündig geworden zu sein: „Wir befinden uns in finalen Gesprächen“, berichtet Marc Arnold. Quirin Moll von Dynamo Dresden dürfte als Transferkandidat jedoch ausscheiden: „Dresden hat sich positioniert und gesagt, dass sie ihn nicht abgeben wollen; das müssen wir akzeptieren“, erklärt der sportliche Leiter der Blau-Gelben.
So könnten sie spielen: Gikiewicz – Decarli (Kijewski), Correia, Pfitzner – Boland, Schönfeld (Vrancic), Matuschyk, Ofosu-Ayeh – Zuck, Khelifi – Düker (Hochscheidt).

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