"Wir müssen alles reinwerfen“ | Neue Braunschweiger
9. Januar 2021
Sport

„Wir müssen alles reinwerfen“

Eintracht empfängt Düsseldorf - Linksverteidiger überzeugt durch Einsatzwillen

In Jubelpose: Lasse Schlüter hat für Fabio Kaufmann (hinten) die zwischenzeitliche Führung in Aue vorbereitet. Foto: imago

Braunschweig. Wie schon in der Vorsaison war Linksverteidiger Lasse Schlüter zum Rundenstart zunächst außen vor. Nach dem Kreuzbandriss von Niko Kijewski und der Rotsperre von Niko Klaß schlug für den 28-Jährigen gegen den 1.FC Nürnberg die Stunde der Bewährung.

 

Diese konnte er prompt nutzen und holte in der Nachspielzeit den Elfmeter heraus, den Nick Proschwitz zum Siegtreffer verwandelte. „Es kann im Fußball schnell gehen, man muss auf den einen Moment warten. Ist man dann nicht in Form und zeigt seine Leistung, kann es wieder schnell auf die Bank gehen“, weiß der ehemaliger Cottbuser, der in der neuen Spielzeit seine ersten neun Zweitligapartien absolvieren konnte und in der für ihn bislang unbekannten Spielklasse vor allem durch
seinen Einsatzwillen positiv auffiel: „Das ist eine Grundtu-

gend bei mir und hat mir geholfen, dem Druck standzuhalten.“

Vergangene Woche konnte er beim 1:3 in Aue sogar den Assist zum Führungstreffer verbuchen, anschließend wendete sich die Partie jedoch zum Ungunsten seiner Mannschaft: „Wir haben mit dem Ball ein gu-
tes Auswärtsspiel gemacht und sowohl zu Beginn der ersten als auch der zweiten Halbzeit gut verteidigt.“ Umso wichtiger ist für ihn am Montag im Flutlichtspiel gegen Fortuna Düsseldorf (Anstoß 20.30) das Vermeiden unnötiger Fehler: „Wir haben gezeigt, dass wir uns Chancen erarbei-

ten können und auch Tore machen. Allerdings müssen wir daran arbeiten mit Ball besser zu werden und gegen den Ball besser zu verteidigen, vor allem zusammen.“

Die Rheinländer, mit fünf Siegen am Stück aktuell „Mannschaft der Stunde“ erwartet er dann entsprechend selbstbewusst: „Düsseldorf besitzt eine spielstarke Mannschaft mit viel Power im Offensivbereich.
Sie werden das Ziel haben, drei Punkte mitzunehmen, wir müssen alles reinwerfen.“ Anschließend fahren die Löwen am kommenden Freitag
zum „Sechs-Punkte-Spiel“ zu Schlusslicht Würzburg und empfangen anschließend mit dem Hamburger SV den ehemaligen Club des gebürtigen
Hamburgers. „Das Spiel ist schon etwas besonderes, weil ich dort meine halbe Jugend verbracht habe“, erklärt der Linksverteidiger, der dort unter

anderem in der U17 mit Löwen-Neuzugang Brian Behrendt kickte.

Seine aktuelle Station an der Hamburger Straße gefällt ihm durch die jüngste Entwicklung derweil immer besser, sodass eine Vertragsverlängerung des im Sommer auslaufenden Kontrakts durchaus möglich erscheint. „Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen zu bleiben, Gespräche gab es noch

keine. Mal schauen was passiert, aktuell sind nicht gerade die einfachsten Zeiten“, erklärt er sowohl im Hinblick auf die sportliche Situation als auch die Corona-Pandemie.
So könnten sie spielen: Fejzic – Nikolaou, Behrendt, Ziegele – Schlüter, Wydra (Kroos), Kammerbauer, Ben Balla – Kobylanski – Proschwitz, Kaufmann

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