Wir schaffen das ohne Krawalle

Kommentar: Die Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag

Ingeborg Obi-Preuß, Redaktionsleiterin Neue Braunschweiger

Entschieden stellt sich Braunschweig gegen rechtsradikale Strömungen. Anlass ist der Parteitag der AfD in der Volkswagen Halle.

Die Bilder vom größten Demonstrationszug, der hier je stattfand, werden überall in den Nachrichten zu sehen sein. Hoffentlich die richtigen. „Wir sind die Guten“ sollten sich die Demonstranten immer wieder sagen. Und auch bei Provokationen ruhig bleiben. Nicht leicht.

Aber wir sollten der AfD nicht das Gefühl geben, so bedeutend zu sein, dass wir aus lauter Angst vor ihr in Hysterie verfallen. Es gibt (noch) keinen Grund zur Panik. Unsere Demokratie funktioniert.

Und dazu gehört unbedingt auch der faire Umgang mit der Polizei. Die Beamten haben es schwer an diesem Wochenende. Gesamteinsatzleiter Roger Fladung hat kurz vor dem Wochenende noch einmal appelliert, sich friedlich und respektvoll zu verhalten. Aber auch eine Ansage gemacht: „Der Schutzauftrag der Polizei ist differenziert, weil wir gegen Personen und Gruppen, die den Parteitag gewaltsam verhindern oder den friedlichen Protest durch ihr Verhalten konterkarieren wollen, agieren werden.“

Wir müssen der Welt jetzt zeigen, dass Braunschweig gemeinsam gegen Rechts steht.

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