30. Oktober 2021
Sport

„Wir werden gut vorbereitet sein“

Fußball: Eintracht empfängt Wiesbaden – Stürmer Sebastian Müller ist optimistisch

Sebastian Müller jubelt nach seinem Kopfballtor zum 0:4 gegen Havelse. Foto: Darius Simka/regios24

Braunschweig (red). Ein Paukenschlag beim SV Wehen Wiesbaden erschwert Eintracht Braunschweig die Vorbereitung auf das kommende Heimspiel in der 3. Fußball-Liga (14 Uhr, Eintracht-Stadion).

Der nächste Gegner der Löwen hat sich Anfang dieser Woche überraschend von Trainer Rüdiger Rehm getrennt. „Wir haben den bisherigen Saisonverlauf und die fehlende Konstanz der Mannschaft intensiv analysiert und uns nach reiflicher Überlegung für diesen harten Schnitt entschieden“, sagte der Sportliche Leiter Paul Fernie.

Der SV spielt eine wechselhafte Saison. Bis zum sechsten Spieltag war die Mannschaft unbesiegt. Seither gab es nur noch zwei Dreier und ein Remis. Die Wiesbadener belegen nach vier Niederlagen aus den vergangenen sechs Spielen Rang neun. Zunächst übernehmen die bisherigen Co-Trainer Mike Krannich und Nils Döring die Mannschaft gemeinsam mit Torwart-Trainer Marjan Petkovic, der einst für die Eintracht zwischen den Pfosten stand.
Braunschweigs Cheftrainer Michael Schiele kannte den geschassten Rehm gut und wusste schon nach dem 4:0-Sieg seiner Mannschaft in Havelse von der komplizierten Situation, die die Wehener zu durchstehen hatten. Rehm und Wiesbaden hatten am vergangenen Samstag mit 3:4 gegen den SV Meppen verloren. „Da kommt eine sehr eklige Mannschaft auf uns zu, auch eine sehr gereifte Mannschaft mit vielen Topspielern“, so Schiele.

Und das wird unabhängig vom Trainerwechsel auch am nächsten Wochenende so sein. Schließlich verfügt der nächste Gast über viele erfahrene Akteure wie Innenverteidiger Sascha Mockenhaupt oder den ehemaligen Heidenheimer Maximilian Thiel. Allerdings muss der SVWW auf Stammtorhüter Florian Stritzel (Rotsperre) verzichten. Stellvertreter Tim Boss wird spielen. Der beste Torschütze, Gustaf Nilsson aus Schweden (8 Tore) laboriert derzeit zudem an einer Bauchmuskelverletzung. Ob er an der Hamburger Straße dabei sein kann, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Bei der Eintracht gibt es noch keinen Torjäger. Stattdessen überzeugt das Team im Kollektiv. Für die 23 Tore in der Liga zeigen sich 13 verschiedene Spieler verantwortlich. Einer, der jüngst gegen Havelse seine Torpremiere feierte, will nun nachlegen. Stürmer Sebastian Müller, den die Braunschweiger von Bundesligist Arminia Bielefeld ausgeliehen haben, sagt: „Nach dem Trainerwechsel dort wird es schwerer, sich auf sie einzustellen. Aber ich bin überzeugt, dass wir trotzdem gut vorbereitet sein werden.“

Und Mittelfeldspieler Jomaine Consbruch sagt: „Der Trainerwechsel ist eher zweitrangig für uns, Sie werden in der Woche nichts Neues erfinden können. Wir müssen uns auf uns konzentrieren, weiter Gas geben. Wenn wir es schaffen, den Fokus bei uns zu behalten, dann kriegen wir das am Samstag hin.“
Nach den zurückliegenden Erfolgen gegen die U23 von Borussia Dortmund und Havelse hoffen die Blau-Gelben nun auf ein noch besser gefülltes Stadion – mit ihren Leistungen in den zurückliegenden Wochen haben sie sich das auch verdient.

Auch interessant