Wo sitzt man gerne, wo nicht? | Neue Braunschweiger
21. November 2020
Politik

Wo sitzt man gerne, wo nicht?

Grüne und SPD: Stadt soll Plätze und Flächen genauer unter die Lupe nehmen

Braunschweig. Der Bankplatz ist ein gutes Beispiel. Die Schloss-Arkaden auch. Die Blumenkübel an der Ecke Schild/Höhe eher weniger. Für SPD und Grüne gibt es immer noch Ecken in der Stadt, die wenig einladend sind.

In einem gemeinsamen Vorstoß haben sie die Verwaltung jetzt aufgefordert, Plätze und Flächen genauer unter die Lupe zu nehmen. Gibt es genug Möglichkeiten, um sich auszuruhen ohne gleich konsumieren zu müssen? Wirken die Orte einladend genug, um länger dort zu verweilen und später vielleicht doch noch ein Café oder ein Geschäft zu besuchen?

„Wie im ISEK (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) richtig dargestellt wird, entscheidet nicht nur das Einzelhandels- oder Gastronomieangebot über die Anziehungskraft der Innenstadt“, so Grünen-Fraktionsvorsitzender Rainer Mühlnickel. Auch eine qualitätsvolle Gestaltung der öffentlichen Flächen und Plätze könne die Aufenthaltsqualität beeinflussen und mit dazu beitragen, dass mehr Menschen diese Plätze nutzten. Im ISEK sind das zum Beispiel Pocket Parks, aber auch eine einladende Beleuchtung und eine passende Beschilderung. „Einige Projekte wurden bereits erfolgreich umgesetzt oder sind in der Planungsphase“, so Mühlnickel. Dazu zählt er den Bankplatz, den Hagenmarkt und den Pocket-Park an der Karrenführerstraße.

Gemeinsam mit der SPD forderten die Grünen dazu auf, alle Mittel auszuschöpfen, um die weniger schönen Ecken durch Blumenstelen, Pflanzenkübel, Rankpflanzen oder Büsche, durch größere Blumenflächen und mehr Sitzgelegenheiten zu Wohlfühlräumen zu machen.
Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

Auch interessant