Woche der Wahrheit für die Löwen

Basketball-Bundesliga: Braunschweig empfängt am Mittwoch (20.30 Uhr) Göttingen

Ein Foto als Sinnbild für die Qualität der Münchner: Tommy Klepeisz (v.l.), Scott Eatherton und DeAndre Lansdowne versuchen zu dritt, Ex-NBA-Star Derrick Williams zu stoppen. Foto: imago

Braunschweig. Bei Liga-Primus Bayern München gab es für die Löwen-Basketballer nichts zu holen. Zu Hause will der Tabellenneunte dafür nun wieder Punkte einfahren, um den Kontakt zu den Playoff-Rängen nicht abreißen zu lassen. Und in dieser Woche besuchen mit Göttingen (heute, 20.30 Uhr) und Bremerhaven (Samstag, 18 Uhr) gleich zwei abstiegsgefährdete Mannschaften die Volkswagenhalle.

Bei der 73:84-Niederlage in München hatten die Löwen ordentlich dagegengehalten, konnten ein schwaches zweites Viertel (19:31) nach der Halbzeitpause aber nicht mehr wettmachen. Für die Bayern war die Partie kaum mehr als eine Pflichtaufgabe, auch ihr 14. Heimspiel der Saison entschieden sie für sich.

Nach der wenig überraschenden Auswärtsniederlage sollen nun Heimpunkte her. Die BG Göttingen (14.) und die Eisbären Bremerhaven (17.) stehen weit unten im Klassement. „Die abstiegsgefährdeten Teams haben viel Druck im Kessel und werden nervöser sein als wir“, erwartet Löwen-Interimstrainer Steven Clauss zwei angespannte Gäste-Teams, „aber wir haben natürlich auch das Ziel, die Playoffs zu erreichen.“ Die Braunschweiger haben neun ihrer letzten zehn Heimspiele gewonnen und möchten an diese Heimstärke anknüpfen. „Mit unserem sechsten Mann auf der Tribüne wollen wir versuchen, beide Spiele zu gewinnen und uns wieder auf einem Playoff-Platz etablieren“, gibt Clauss die Richtung vor.

Mit vier Punkten Rückstand auf Rang acht könnte den Löwen also schon eine vorentscheidende Woche um den Einzug in die Meisterrunde bevorstehen – nur ein Sieg wäre fast schon zu wenig für die eigenen Ambitionen. Und daran, dass diese hoch sind, lässt DeAndre Lansdowne keinen Zweifel: „Wir glauben alle, dass dieses Team gut genug ist für die Playoffs. Wir haben uns im Vergleich zur vergangenen Saison gut weiterentwickelt.“ Der US-Guard, der in München gemeinsam mit Center Scott Eatherton Braunschweigs Topscorer war (je 15 Punkte), will in seinem zweiten Jahr in der Basketball-Bundesliga endlich in das Turnier der besten Acht einziehen. Und nicht nur er, wie er versichert: „Die Spieler, die vergangene Saison schon hier waren, haben erlebt, dass wir unsere Hände auch schon an der Playoff-Teilnahme hatten, sie dann aber haben entgleiten lassen. Das soll uns nicht noch einmal passieren.“

Vor der ungewohnten Belastung mit drei Partien in sieben Tagen ist Lansdowne übrigens gar nicht bange. „Wir sind eines der fittesten Teams der Liga“, sagt der 29-jährige Musterprofi selbstbewusst.

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