4. September 2021
Sport

Wölfe drehen am Personalkarussell

Fußball Bundesliga: VfL Wolfsburg verpflichtet Lukebakio und van de Ven – Drei Spieler gehen

Jérôme Roussillon jubelt nach seinem Tor zum 1:0 gegen Leipzig. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Länderspielpausen, sie sind traditionell eher ruhig bei den Fußball-Bundesligisten. Doch diesmal war vieles anders, nicht nur beim VfL Wolfsburg. Der sogenannte „Deadline Day“, das Ende der ersten Transferperiode, sorgte noch einmal für reichlich Bewegung. Zwei Spieler kamen auf der Zielgeraden noch hinzu beim Champions-League-Teilnehmer – drei Akteure verließen die Grün-Weißen hingegen.

Mit einem 1:0-Erfolg im Topspiel gegen RB Leipzig verabschiedeten sich die „Wölfe“ in die erste Länderspielpause – als Spitzenreiter, als einziges Team mit der Maximalausbeute von neun Punkten. Doch diesen Sieg, den Jerome Roussillon mit seinem Treffer perfekt machte, bezahlten die Wolfsburger teuer: Mittelfeldakteur Xaver Schlager zog sich eine schwere Knieverletzung zu, musste bereits operiert werden und fällt monatelang aus.

Doch zurück zum Transferendspurt, den die „Wölfe“ bereits eine Woche zuvor mit der Verpflichtung von Nationalspieler Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon) eingeläutet hatten. Kurz vor Toreschluss legten die Wolfsburger zunächst mit dem belgischen Nationalspieler Dodi Lukebakio nach. Der pfeilschnelle Flügelspieler wurde für ein Jahr von Hertha BSC Berlin ausgeliehen. „Wir sind überzeugt, dass er uns mit seinen Qualitäten helfen kann, unsere Ziele zu erreichen“, meint VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer. Und auch Dodi Lukebakio freut sich auf die neue Herausforderung: „Der VfL Wolfsburg ist ein großes Team in Deutschland und hat mich in der vergangenen Saison und auch zuletzt im Spiel bei Hertha mit seinem Teamgeist beeindruckt. Ich glaube, dass ich sehr gut in die Mannschaft passe und hier meine Fähigkeiten optimal einbringen kann.“

Sozusagen „auf den letzten Metern des Transferfensters“, so Marcel Schäfer, verpflichteten die Wölfe noch den 20-jährigen Innenverteidiger Micky van de Ven vom niederländischen Zweitligisten FC Volendam. „Als junger, erfolgshungriger und leistungsbereiter Spieler passt er genau in unser Anforderungsprofil“, sieht der VfL-Sportdirektor großes Potenzial beim Niederländer, der in der vergangenen Saison als bester Nachwuchsspieler seiner Liga ausgezeichnet wurde.
Im Gegenzug verliehen die Grün-Weißen mit Marin Pongracic einen Innenverteidiger für ein Jahr an Borussia Dortmund. Der ehemalige Salzburger hatte unter Coach Mark van Bommel bislang nur einmal im VfL-Kader gestanden, war jedoch ohne Einsatz geblieben.

Zumindest zweimal in der „Jokerrolle“ durfte Omar Marmoush ran, der nun ebenfalls auf Leihbasis innerhalb der Bundesliga wechselte und künftig die Offensive des VfB Stuttgart bereichern soll. „Für Omar ist die Leihe zum VfB Stuttgart der nächste Schritt in seiner Karriere, nachdem er schon beim FC St. Pauli eine sehr gute Entwicklung genommen hat“, sagt Schäfer.

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