Wölfe mit neuem, altem Trainer | Neue Braunschweiger
7. März 2020
Sport

Wölfe mit neuem, altem Trainer

Basketball-Bundesliga: Die Löwen spielen heute (20.30 Uhr) beim MBC

Löwen-Center Aleksandar Marelja (Mitte) trifft heute auf seinen Ex-Klub. Foto: Eibner/imago

Braunschweig. Sechs Punkte Rückstand haben die Löwen-Basketballer derzeit auf den letzten der angepeilten Playoff-Ränge – das ist viel, aber in 13 noch ausstehenden Partien theoretisch aufholbar. Um wirklich noch mal oben anzugreifen, muss der Tabellenzwölfte in der heutigen Partie beim Mitteldeutschen BC (20.30 Uhr in Weißenfels) aber definitiv gewinnen.

Seit Jahresbeginn wechseln sich Niederlagen und Siege bei den Löwen ab. Nach der 87:91-Heimpleite gegen Göttingen wäre nun also wieder ein Erfolgserlebnis angesagt. Doch die „Wölfe“, punktgleich mit dem Tabellenletzten Hamburg Vorletzter, sind gefährlicher, als es das Klassement andeutet. „Der MBC ist eine andere Mannschaft, weil sie einen anderen Coach haben“, glaubt Löwen-Trainer Pete Strobl, nachdem Silvano Poropat vor fast drei Wochen den Posten des entlassenen Björn Harmsen übernahm.

Erneut übernahm, muss man sagen, denn der Kroate, der auch Assistent von Bundestrainer Henrik Rödl ist, wurde bereits im Januar 2019 (zum zweiten Mal) von den Weißenfelsern als Trainer berufen. „Er hat im vergangenen Jahr schon den Klassenerhalt mit der Mannschaft geschafft. Er kommt mit viel Selbstvertrauen zurück und kennt noch einige Spieler aus der vergangenen Saison“, weiß Strobl. In einem einwöchigen Trainingslager stellte Poropat sein Team sogleich auf die schwierige Mission Nichtabstieg ein.

Für Braunschweigs Center Aleks Marelja ist die Reise nach Weißenfels eine Rückkehr zu seinem vorherigen Verein. Dem zuletzt von Strobl kaum berücksichtigten Serben wäre zu wünschen, dass er gegen seinen Ex-Klub, mit dem Vertrauen des Trainers, wieder in die Spur findet. Nach fünf Spielen im Jahr 2020 wartet er weiter auf seinen ersten Punkt. Eine seit längerem schwelende Verletzung will der 2,07-Meter-Mann für seine Krise nicht als Ausrede geltend machen. „Das ist nur eine kleine Sache“, sagte Marelja der NB nach dem Göttingen-Spiel.

Eines ist klar: Einen fitten, motivierten und selbstbewussten Marelja können die Löwen im Liga-Endspurt – mit acht Spielen allein im April – dringend gebrauchen. Auch schon heute Abend gegen den MBC.

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