Wölfinnen“ wieder ganz oben

Bundesliga-Fußballerinnen des VfL besiegen Bayern München 3:1

Von Jens Neumann, 12.12.2017

Wolfsburg. Die „Wölfinnen“ grüßen wieder von ganz oben in der Tabelle! Die Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben das Spitzenspiel gegen den FC Bayern München am Montagabend mit 3:1 (3:1) für sich entschieden und sich damit den Platz an der Sonne zurückerobert.
Diesen hatte vorübergehend der SC Freiburg eingenommen dank eines 5:0-Heimsieges am Sonntag gegen Jena.
Doch zurück nach Wolfsburg, wo die rund 1700 Zuschauer im AOK Stadion eine turbulente Anfangsphase erlebten.
Keine 120 Sekunden waren gespielt, da schoss Ewa Pajor die Gastgeberinnen bereits mit 1:0 in Front.
Und es sollte noch besser kommen für die „Wölfinnen“:
In der fünften Minute setzte Caroline Hansen zum Sololauf an, bediente Sara Gunnarsdottir, und die Isländerin vollstreckte eiskalt zum 2:0 für den VfL.
Weiter ging’s mit Vollgas – diesmal jedoch in die andere Richtung:
Die Ex-Wolfsburgerin Jovana Damjanovic tauchte plötzlich frei vor VfL-Torfrau Almuth Schult auf und verkürzte zum 1:2 aus Sicht der Gäste – und das nach nicht einmal acht Spielminuten.
Zeit zum Durchschnaufen, denn die Partie auf dem schwer zu bespielenden Boden hatte Kraft gekostet. Dennoch:
Die „Wölfinnen“ behielten die Spielkontrolle und stellten durch Alexandra Popp noch vor der Pause den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her.
Die Nationalstürmerin erzielte mit einem Kopfball ins lange Eck den 3:1-Pausenstand (31.).
Das hohe Tempo aus Durchgang eins konnten beide Seiten nach dem Wechsel nicht mehr beibehalten – kein Problem für den VfL, der mit der Führung im Rücken auch nicht gefordert war, mehr zu investieren.
Und selbst in Unterzahl – Tessa Wullaert sah nach 63 Minuten nach einer Unsportlichkeit die gelb-rote Karte – ließ der VfL nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Zsanett Jakabfi (84., 86.) hatte sogar noch das 4:1 auf dem Fuß.
„Die beiden frühen Treffer haben uns natürlich in die Karten gespielt.
Trotz des schwer zu bespielenden Platzes haben wir es hinbekommen, guten Fußball zu spielen.
Es ist uns gelungen, von hinten die Ballkontrolle zu halten und über schnelle Umschaltmomente gefährlich zu werden“, bilanzierte VfL-Chefcoach Stephan Lerch: „Nach dem Platzverweis hat die Mannschaft aber sehr kompakt gestanden und überhaupt kaum Chancen zugelassen.
Das war heute sehr wichtig. Mit der Leistung und der Einstellung bin ich sehr zufrieden, wir haben unterm Strich verdient gewonnen.“
Damit eroberte sich der Double-Gewinner prompt die Tabellenführung zurück und steht kurz vor dem Gewinn der Herbstmeisterschaft.
Die „Wölfinnen“ gehen mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung auf Freiburg in ihr letztes Hinrundenspiel, das am Sonntag (14 Uhr) an beim Drittletzten 1. FC Köln auf dem Plan steht.

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