Wolfsburgerinnen besuchten Bundestag

Bundestagsabgeordneter Falko Mohrs hatte 50 Frauen aus seinem Wahlbezirk eingeladen

Von Lotta von Rutenberg, 13.03.2018

Wolfsburg/Berlin. 50 Frauen aus der Region Wolfsburg-Helmstedt reisten auf Einladung des neuen SPD-Bundestagsabgeordneten Falko Mohrs nach Berlin, um ihn an seinem neuen Arbeitsplatz im Bundestag zu besuchen. Mohrs-Mitarbeiter und Reiseleiter Ingolf Viereck lotste die große Gruppe durch das straffe zweitägige Programm.
Die Frauen aus dem Wahlbezirk 51 warfen einen Blick auf den Tagesablauf des Bundestagsnovizen. Im Dialog mit Falko Mohrs legte der Abgeordnete einen der Schwerpunkte auf die gut strukturierte Jugendpolitik in der VW-Stadt. Sie solle beibehalten werden. Außerdem fügte Mohrs an: „Ich habe sehr gern Schülergruppen zu Besuch, denn hier in der Hauptstadt bekommen sie Bundespolitik zum Anfassen.“ Anschließend besuchten die Gäste das Kanzleramt sowie die SPD-Zentrale, das Willy-Brandt-Haus.
Die Frauengruppe besuchte die Landesvertretung Niedersachsens sowie das Familienministerium und stellte viele Fragen zu den jeweiligen Aufgabenbereichen. Beim „Frauensalon“ im Stadtteil Neu-Kölln verfolgten die Gäste eine Podiumsdiskussion zum Thema „Starke Stimme für Demokratie“ und „100 Jahre Frauenwahlrecht“. Teilnehmerinnen waren die SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles, die designierte Justizministerin Katarina Barley und die künftige Familienministerin Franziska Giffey. „Das Frauenwahlrecht bedeutet auch, dass wir selbst frei wählen wollen, wie und mit wem wir unser Leben verbringen“, äußerte Nahles.
Die Besichtigung des Kanzleramts und des Bundestagsgebäudes waren Glanzpunkte der Reise. Andrea Busch aus Wolfsburg gefiel besonders, „dass ich in Neu-Kölln die zukünftige Bundesministerin Giffey getroffen habe. Sie kennt als Kiez-Bürgermeisterin die Belange der Menschen.“ Wichtig sei ihr persönlich bei der Diskussion im Familienministerium gewesen, auf die verstärkte Unterstützung von Pflegebedürftigen hinzuweisen. „Die dürfen nicht vergessen werden“, sagte die Wolfsburgerin.
Am Ende des Berlin-Aufenthalts wurde das „Geheimnis um den roten Elefanten“ gelüftet, der statt eines Pferdes im Garten der Landesvertretung Niedersachsens steht und nicht nur Falko Mohrs Kopfzerbrechen bereitet hatte: Er ist in Anlehnung an die Elefanten im Zoo Hannover eine Dauerleihgabe der Tourismus Marketing Agentur Niedersachsen.
4 Fragen an Falko Mohrs
Seit einem halben Jahr ist Falko Mohrs neuer SPD-Bundestagsabgeordneter in Berlin und für die Bereiche Wirtschaft / Energie sowie Digitales zuständig.

?Wie sieht eine typische Arbeitswoche aus?

!Es gibt jeweils zwei Sitzungswochen im Monat, in denen ich in Berlin bin. Die Woche startet mit Gesprächen bei Verbänden, Organisationen und Vereinen. Es ist viel Lobby-Arbeit dabei. Es folgen Sitzungen mit Diskussionen zu aktuellen Themen und abendlichen Fraktionssitzungen, danach Ausschuss-Sitzungen, wo Fragen der Bundesregierung geklärt werden. Gegen Ende der Woche stehen die Plenumstage an, in denen Beratungen zu den Gesetzesvorhaben erfolgen. Zwischendurch hat man viele Gespräche und auch fachpolitische Frühstücke auf dem Programm.

?Wie ist die Akzeptanz der jüngeren Neuzugänge durch die älteren Abgeordneten?

!Wir sind 23 neue Abgeordnete, die nicht gerade schüchtern auftreten. Alle sind gut miteinander vernetzt und haben eine Menge Ansprechpartner für Fragen jeder Art. Der Generationenwechsel stellt keine Probleme dar und ist bei der SPD gewollt.

?Lohnt es sich, trotz der Nähe zum Wohnort Wolfsburg eine Wohnung in Berlin zu haben?

!Die Wohnung ist notwendig, da es sehr viele Termine am späteren Abend und auch direkt am nächsten Morgen gibt. Das ist meiner Meinung nach nicht sehr familienfreundlich. Ich habe neben dem Bundestagsbüro weiterhin beide Büros in Helmstedt sowie in Wolfsburg und bin somit vor Ort präsent.

?Ihre Meinung zur neuen Bundes-Familienministerin, Franziska Giffey?

!!Ihre Vorstellung hat mich tief beeindruckt. Sie hat den super Anspruch, Politik von der Seite des Menschen zu sehen. Unsere Partei hat eine tolle Ministerin mit Quereinstieg gewonnen, die seit 20 Jahren Politik macht und das Ressort Familie und Soziales sehr gut vertreten wird.

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