Wolfsburgs OB: Kein Platz für extremistisches Gedankengut

Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs zur aktuellen Bedrohung durch Terrorkämpfer in Wolfsburg.

>

Keine konkrete Gefährdungslage: Stadt im engen Austausch mit Sicherheitsbehörden Oberbürgermeister Klaus Mohrs: Kein Platz für extremistisches Gedankengut

Wolfsburg, 15. Januar 2015

Zur aktuellen Berichterstattung der Bild-Zeitung nimmt Klaus Mohrs, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg, wie folgt Stellung:

„Wir stehen im engen Austausch mit den Sicherheitsbehörden in Niedersachsen und wissen, dass auch die Szene in Wolfsburg seit Längerem beobachtet wird. Dabei gibt es keine Hinweise auf geplante Straftaten in Wolfsburg. Es ist keine konkrete Gefährdungslage ersichtlich.
Wir wissen, dass es in Wolfsburg, wie bundesweit auch in vielen anderen Städten, Sympathisanten für ISIS gibt. Die hohen Zahlen, die von der Bild-Zeitung genannt werden, können wir nach unserer Kenntnis nicht bestätigen.
Wolfsburg ist stolz darauf, eine internationale und weltoffene Stadt zu sein. In unserer Stadt sollte kein Platz für extremistisches Gedankengut sein. Dagegen werden wir uns als Stadtgesellschaft mit aller Kraft zur Wehr setzen. Das haben wir auch an anderer Stelle bewiesen.
Wolfsburg ist eine Stadt, die von Ihrer Offenheit und ihrer multikulturellen und internationalen Vielfalt lebt. Ich distanziere mich daher in aller Konsequenz von fremdenfeindlichem, menschenverachtendem Gedankengut, und Terror jeglicher Art.
Die Motive für diese jungen Menschen, die zu Straftätern geworden sind, sind sehr vielschichtig. Es sind oft nicht die so genannten Verlierer der Gesellschaft. Teilweise hatten die jungen Menschen durchaus eine sehr positive Berufsperspektive und waren voll in die Gesellschaft integriert. Ideologischer Fanatismus war schon immer ein Problem, dass in allen gesellschaftlichen Schichten sichtbar war. Teilweise sind die jungen Menschen auch erst im jugendlichen Alter nach Deutschland gekommen.
Von den Wolfsburgerinnen und Wolfsburgern wünsche ich mir, dass sich alle bewusst machen, dass es sich hier um einige ganz wenige junge Menschen handelt, die zu extremistischen Straftätern geworden sind. Die ganz überwiegende große Zahl auch der muslimischen Mitbürger denkt und handelt völlig anders. Wir sind in Wolfsburg immer sehr offen und vorurteilsfrei mit Menschen anderer Kulturen und Religionen umgegangen. Ich bin mir sicher, dass dies auch in Zukunft so sein wird.“

^