„Wollen der maximale Herausforderer sein“ | Neue Braunschweiger
17. Oktober 2020
Sport

„Wollen der maximale Herausforderer sein“

Trainer Meyer gibt Marschroute vor – Eintracht empfängt Bochum – Patrick Kammerbauer kehrt zurück

Patrick Kammerbauer könnte nach überstandener Verletzung wieder in die Startelf rücken. Foto: Hübner/imago images

Braunschweig. Im heutigen Duell mit dem VfL Bochum (Anstoß 13 Uhr) wollen die Löwen endlich den ersten dreifachen Punktgewinn in der neuen Spielzeit einfahren. Nicht nur aufgrund der Derbyniederlage gegen Hannover stehen die Blau-Gelben in der Pflicht, auch tabellarisch würde ein Sieg die Seele der Eintracht-Fans beruhigen.

„Wir haben versucht, die Dinge so einzuordnen, dass wir einen klaren Fahrplan für die Länderspielpause hatten“, erklärt Daniel Meyer. Der unbefriedigende Start mit nur einem Punkt aus drei Spielen und der 1:4-Niederlage gegen den Erzrivalen soll nun aber in positive Energie umgewandelt werden, um gegen die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet bestehen zu können. „Das hinter uns zu lassen ist die Aufgabe; vielleicht gibt uns das Ganze noch mal einen Extra-Schub, nachzuweisen, dass das nicht unser reales Gesicht war“, so der Eintracht-Coach, der bei seinen Spielern im Trainingsalltag noch einen Tick mehr an Intensität beobachten konnte. „Wenn du so startest wie wir, wittert der Eine oder Andere Morgenluft und schaltet einen Gang hoch“, so der 41-Jährige, der das intensivierte Hauen und Stechen um die Stammplätze ausdrücklich begrüßt: „Wir haben in den ersten Spieler bewusst nicht so viel rotiert, um Stabilität herzustellen und eine Achse zu ziehen. Das war für manche Spieler nicht so einfach, weil die Plätze hart umkämpft waren.“

Insbesondere im internen Testspiel am vergangenen Donnerstag sei es hoch hergegangen: „Die vermeintliche B-Elf hat sich mit allem was sie hatte gewehrt. Wir werden der Tatsache Rechnung tragen, dass die Jungs sich gezeigt haben und brennen.“
Eine konzentrierte Leistung wird gegen die ehemals „Unabsteigbaren“ aus dem Ruhrgebiet wohl auch nötig sein, immerhin verlor die Mannschaft von Thomas Reis in der aktuellen Spielzeit noch kein Spiel. „Bochum hat eine schwierige Vorsaison gehabt und die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Sie haben ein paar gute Transfers gemacht und sind dementsprechend sehr anständig in die Saison gestartet. Das Auftaktprogramm war nicht undankbar, trotzdem musst du deine Hausaufgaben erfüllen und entsprechend Punkte einfahren“, weiß auch Meyer, der von seiner Mannschaft insbesondere auf den Außenpositionen erwartet, sich mutiger und agiler zu zeigen: „Die Leistungsdiagnostik hat gezeigt, dass wir zwar kein Problem im athletischen Bereich haben, aber außen in der Dreierkette und auf den klassischen Außenpositionen.“ Dafür habe man die Spieler nochmals sensibilisiert und für das Spiel gerüstet: „Wir wollen der maximale Herausforderer sein, das ist für uns immer wieder spannend.“

Neben taktischen Veränderungen werden auch verletzungsbedingte Umstellungen erfolgen. Nach dem inzwischen operierten Niko Kijewski (Kreuzbandriss) fällt auch Leon Bürger (Mittelfußbruch) länger aus. Iba May und Suleiman Abdullahi klagen hingegen über Knieprobleme und fehlten im Trainingsbetrieb. Felix Kroos, Leandro Putaro und Marcel Bär plagen sich mit muskulären Beschwerden herum, ihr Einsatz ist ebenfalls fraglich. Gute Nachrichten gab es hingegen von Patrick Kammerbauer, der nach seinem überstandenen Sehnenriss im Ellenbogen das volle Programm vor der Partie gegen die Bochumer absolvieren konnte.

So könnten sie spielen: Dornebusch – Klass (Wiebe), Wydra, Schultz, Kessel – Kammerbauer, Nikolaou – Kobylanski – Bär (Schwenk), Y. Otto (Proschwitz), Kaufmann

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