Zahl der Straftaten ist gesunken

Kriminalstatistik 2018 für die Region – Schlag gegen Autodiebe

Polizeipräsident Michael Pientka

Region. Die Gefahr, Opfer von Kriminalität zu werden, ist in der Region Braunschweig erneut gesunken.

Das ist die wichtigste Aussage der Kriminalstatistik 2018 der Polizeidirektion Braunschweig, die jetzt vorgestellt wurde.
Demnach liegt die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten mit unter 70 000 Fällen so niedrig wie nie.
Über die Dunkelziffer kann die Statistik keine Aussage treffen.

Polizeipräsident Michael Pientka:
„Stolz bin ich vor allem auf den Erfolg, den wir im letzten Jahr bei der Bekämpfung im Bereich der schweren Kraftfahrzeugdiebstähle erzielen konnten. In jüngster Vergangenheit sind uns nach umfangreichen Ermittlungen Festnahmen von osteuropäischen Autodieben direkt im Umfeld der A 2 gelungen.
Der Erfolg führte zu einem Rückgang um 17,15 Prozent und wir verzeichnen mit 425 Taten im letzten Jahr ein Allzeittief seit der Neuorganisation der Polizeidirektion im Jahr 2004.
Ich freue mich auch darüber, dass wir unsere Aufklärungsquote mit 62,22 Prozent noch steigern konnten. Das zeigt, dass es uns gelungen ist, die Qualität unserer Arbeit im vergangenen Jahr zu konsolidieren und einen Höchststand seit 2004 zu erzielen.“

Ältere bleiben großes Ziel

 

„Falsche Polizisten“ und „Enkeltrick“: Über 1 Millionen Euro ergaunert

„Im vergangenen Jahr hatten wir mit 69 272 erfassten Fällen abermals weniger als 70 000 Straftaten in Bearbeitung. Geprägt ist diese Entwicklung durch einen Rückgang von Betrugs- und sämtlichen Diebstahlsdelikten“, erläutert Polizeipräsident Pientka.

Dies gelte bedauerlicher Weise nicht für die Straftaten zum Nachteil älterer Menschen.
Die Täter modifizieren den „Enkeltrick“ und geben sich nunmehr als Polizeibeamte aus.
Die Erfolgsquote bei den Fällen „Falsche Polizeibeamte“ ist dreimal so hoch wie beim „Enkeltrick“.

Die gut organisierten Tätergruppen agieren bundes- und europaweit und nutzen nach Information der Polizei in besonderem Maße die Gutgläubigkeit und altersbedingte Einschränkungen ihrer Opfer aus.
„Nicht nur der Sachschaden ist mit 1 109 731 Millionen Euro regelrecht explodiert, auch der psychische Schaden, den die Betroffenen oft erleiden, ist immens“, weiß Pientka.

Bei der Bekämpfung der Wohnungseinbrüche hat sich die Trendwende aus 2016 verfestigt, damit konnten die Zahlen aus 2017 auch 2018 erhalten werden.

„Seit nunmehr vier Jahren legen wir konsequent den Schwerpunkt unserer Arbeit auf die Bekämpfung dieses Deliktbereiches. Ich bin zufrieden, dass die Kombination von Präventions-, Fahndungs- und Ermittlungsarbeit offensichtlich langfristig erfolgreich ist“, so der Polizeipräsident.

Insgesamt sei die Kriminalität in der Region im Schnitt um dreieinhalb Prozent geringer als die des Landes Niedersachsen. „Mehr als die Hälfte der Arbeitszeit aller Polizistinnen und Polizisten meiner Behörde wird in unserer Kernaufgabe der ‘Kriminalitätsbekämpfung’ geleistet.

Diese Anstrengungen zahlen sich positiv aus“, bilanziert Pientka. Und das mit hohem Einsatz: Im vergangenen Jahr wurden in der Region wieder 973 Polizisten Opfer von Straftaten während ihrer Dienstausübung.

^