1. August 2019
Bildung

Zeichnen, dass die Stifte fliegen

Premiere beim Ferienprogramm der Stadt: Jugendliche zeichnen Mangas

Neues Angebot bei FIBS: Manga zeichnen. Foto: Pixabay

Östliches Ringgebiet. Im Keller des KIEZ lässt es sich aushalten. Statt 34 Grad herrschen angenehme 22. „Ein bisschen dämmrig“, lacht Noemi Grössing, „aber wir fühlen uns wohl.“ „Wir“ – das sind zwölf Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren und Grössing selbst: 17 Jahre, Schülerin und für die kommenden drei Tage Expertin für Mangas. Zu Besuch bei FIBS.

Zum ersten Mal hat die Stadt in ihrem Ferienprogramm einen Workshop zu den japanischen Comics angeboten. Mangas liegen voll im Trend, der Workshop im Kinder- und Jugendzentrum KIEZ im östlichen Ringgebiet ist entsprechend ausgebucht.

Wie entsteht ein Storyboard?

Außer Zeichnen lernen die Kids auch ein Storyboard zu erstellen, „das kommt aber erst ganz zum Schluss“, beruhigt Grössing. Heute geht es erst einmal um die Grundlagen: Wie zeichnet man eine Figur, wie eine Bewegung. Grössing hat als Hilfe eine kleine Holzpuppe mitgebracht, die sich in alle Richtungen verbiegen lässt. Im Keller ist es mucksmäuschenstill. Die Köpfe sind tief über die Zeichenblöcke gebeugt, konzentriert fliegen die Stifte. Nein, Mangas hat sie noch nie gezeichnet, aber sonst fast alles, verrät die zwölfjährige Anastacia. Und eine Geschichte hat sie auch schon im Kopf. „Ich möchte etwas über ein Mädchen erzählen“, sagt sie. Auf dem Papier ist die Heldin schon zu sehen: Grazil, kurzer Rock, große Augen – zur perfekten Manga-Figur fehlt eigentlich nur noch die Farbe.

Anastacia (12) und Adrian (11) zeichnen sehr gern. Mangas hatten sie vorher allerdings noch nie angefertigt. Fotos: Birgit Wiefel

Adrian hat sich dagegen von Supermann inspirieren lassen. Sein „Luca“, stämmig, mit wuscheligen schwarzen Haaren, hat einen kurzen Umhang um und ist bereit zum Abheben. Eigentlich schlummert in dem elfjährigen Adrian aber ein künftiger Bauzeichner. Was er neben Menschen am liebsten zeichnet? „Gebäude: Schlösser, Burgen, Hochhäuser“, zählt er auf.

Noemi Grössing leitete den dreitägigen Kursus. Die 17-jährige Schülerin machte zum ersten Mal bei FIBS mit.

Tipps für Teens

„Manga, Manga“ ist nur ein Angebot, mit dem die Stadt im Rahmen von FIBS auf Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren zugeht. 2018 ist „Teens 10+“ an den Start gegangen und war vom Fleck weg ein Erfolg. Etwa 40 000 Teilnehmer zählt die Jugendförderung im Schnitt beim Sommer-FIBS, „möglich, dass wir diese Zahl durch die Teen-Angebote noch einmal toppen“, wagt Leiter Andreas Zimpel eine vorsichtige Prognose.

Noch Plätze verfügbar

Zu den beliebtesten Angeboten zählen auch in diesem Jahr wieder Besuche bei der Polizei, der Feuerwehr, den Rettungsdiensten. „Genauso stark gefragt sind aber auch die Veranstaltungen rund um Wissenschaft und Technik bei TU, DLR und PTB“, zählt Zimpel auf.  Übrigens: Für alle, die jetzt aus dem Urlaub kommen und bis zum Ende Ferien noch etwas machen wollen, hat An

dreas Zimpel einen Tipp: „Einfach unter 0531/470-8526 anrufen. Für einige Veranstaltungen gibt es noch Restplätze.“

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