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Zum Auftakt gleich ein heißes Derby

Basketball-Bundesliga: Mit einer runderneuerten Mannschaft starten die Löwen heute in Göttingen in die neue Spielzeit

Die Mannschaft der Basketball Löwen in der Saison 2019/2020. Foto: Florian Koch/oh

Braunschweig. Die vier Monate lange „Fastenzeit“ für die Fans der Löwen-Basketballer ist endlich vorbei. Heute startet der Bundesligist mit einem Auswärtsspiel bei der BG Göttingen in die Saison. Spielbeginn in der Göttinger Sparkassen-Arena ist um 20.30 Uhr.

Nach drei Jahren unter Cheftrainer und Sportdirektor Frank Menz markiert das Niedersachsenduell auch den Start in eine neue Ära. Erstmals wird der Amerikaner Pete Strobl, zuletzt drei Jahre lang Co-Trainer in Ulm, als Headcoach in einem Pflichtspiel an der Seite stehen. Auch auf dem Feld sind nur noch wenige bekannte Gesichter zu sehen. Center Scott Eatherton und Kapitän Tommy Klepeisz hielten dem Klub die Treue, auch Eigengewächs Lars Lagerpusch und Bankdrücker Moritz Hübner blieben.

Der personelle Aderlass war also groß. Christian Sengfelder (nach Bamberg), DeAndre Lansdowne (Italien) und Shaquille Hines (Frankfurt) hätte der Klub gerne gehalten, waren aber nicht mehr bezahlbar. Bei den acht Neuzugängen setzte Strobl insbesondere auf junge Spieler – ein Risiko, das sich auf der wohl wichtigsten Position, der des Aufbauspielers, bereits rächte. Der unerfahrene Gage Davis, von einem kleinen NCAA-II-College kommend, wurde noch vor dem ersten Saisonspiel heimgeschickt.

„Wir brauchten einen Spieler, der mehr Erfahrung hat und die Liga kennt“, räumte der Trainer ein. Mit dem 27-jährigen Trevor Releford, zuletzt beim MBC aktiv, wurde er vor einer Woche zwar fündig. Doch einen strukturierten Aufbau darf man heute nach so wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten noch nicht erwarten.

Als Saisonziel hatten Trainer Pete Strobl und Geschäftsführer Sebastian Schmidt – nach Rang acht im Vorjahr – früh die Playoffs ausgegeben. In den Testspielen taten sich die Löwen allerdings noch schwer, verloren unter anderem gegen Zweitligist Quakenbrück und zwei BBL-Konkurrenten. „Die beiden Spiele gegen Vechta und Berlin waren auf jeden Fall ein Wachmacher“, glaubt Neuzugang Kostja Mushidi, dass die deftigen Niederlagen genau zur rechten Zeit kamen.

Zum Auftakt in Göttingen erwartet der Shooting Guard nun einen heißen Tanz. „Das wird taff. Die werden Lust haben und die Halle wird kochen“, glaubt Mushidi, der heute sein Bundesliga-Debüt geben wird – und gleich einen Sieg mitnehmen will. „Wir haben auf jeden Fall die Qualität, die Göttinger zu schlagen“, ist der 21-Jährige überzeugt, und er stellt klar: „Wir sind ready!“

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