Zuversichtlich, dass Eatherton bleibt | Neue Braunschweiger
22. Januar 2020
Sport

Zuversichtlich, dass Eatherton bleibt

Basketball: Löwen-Geschäftsführer Sebastian Schmidt im NB-Interview

Scott Eatherton ist auch in dieser Saison einer der besten Center der Bundesliga. Foto: imago

Braunschweig. Am vergangenen Samstag sprachen wir an dieser Stelle mit Sebastian Schmidt, dem Geschäftsführer und Sportdirektor der Basketball Löwen, über die bisherige Bundesliga-Saison und woran die Mannschaft noch arbeiten muss. Im zweiten Teil unseres Interviews werfen wir mit dem 33-Jährigen einen Blick auf Finanzen und Verträge.

Herr Schmidt, Sie haben in dieser Saison schon einige personelle Veränderungen an der Mannschaft vorgenommen. Waren die Nachverpflichtungen von Lucca Staiger und Jairus Lyles für die Löwen eigentlich ein finanzieller Kraftakt?

Gerade die Neuverpflichtung von Lucca Staiger kam ja dadurch zustande, dass wir uns von Kostja Mushidi getrennt hatten. Dazu kommt, dass Lars Lagerpusch mich gebeten hatte, seinen Vertrag aufzuheben – und später auch Henry Pwono. Durch die drei Spieler, die nicht mehr auf unserer Payroll sind, hatten wir die Möglichkeit, Staiger und Lyles zu verpflichten.

Sebastian Schmidt. Foto: SH/imago

 

Zentraler Leistungsträger im Löwen-Team ist auch in dieser Saison wieder Center Scott Eatherton, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Sind Sie zuversichtlich, dass Sie ihn auch darüber hinaus halten können?

Zuversichtlich bin ich auf jeden Fall, weil ich Scott mehrere Jahre kenne und weiß, was für ihn wichtig ist. Dass er ein Familienmensch ist, der sich hier wohlfühlt und in professionellen Strukturen Basketball spielen will. Er hatte vergangenen Sommer deutlich höher dotierte Angebote von ausländischen Topklubs, aber er hat sich für uns entschieden. Das spricht Bände. Von daher ist es durchaus realistisch, dass er nächstes Jahr vielleicht noch bei uns bleibt. Aber aktuell ist es noch zu früh, da eine konkrete Aussage zu treffen.

Seit dem Ausstieg des Modekonzerns New Yorker im Jahr 2014 stehen die Löwen ohne einen Namenssponsor da. Sind Sie weiter aktiv auf der Suche oder ruht dieses Thema derzeit?

Das Thema ruht nicht, aber es ist logischerweise nicht so einfach. Das Namenssponsoring an unserem Standort ist – laut Messungen – ungefähr zwei Millionen Euro wert. Das ist ein Richtwert, der aber verhandelbar wäre. Auf der anderen Seite kann man in dem Bereich keinen Vertrag über ein Jahr unterzeichnen. Man braucht da schon etwas Langfristiges und Nachhaltiges. Wir sind weiter in Gesprächen mit Agenturen.

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