4. Juli 2013
Politisches

Zwei Verdachtspunkte auf einen Fliegerbombenfund

Volkswagen und Stadt bereiten sich auf eine mögliche Entschärfung und Evakuierung am 21. Juli vor

Zwei Verdachtspunkte auf den möglichen Fundort für eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg bestehen auf dem Gelände von Volkswagen Werk Wolfsburg. Darauf deuten ausgewertete Sondierungsarbeiten hin. Um dem Hinweis nachzugehen, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst an der Stelle die verdächtigen Objekte am 19. Juli freilegen.

Bewahrheiten sich die Anhaltspunkte, müssten die Blindgänger am 21. Juli vor Ort entschärft werden, was eine Vielzahl von organisatorischen Arbeiten nach sich zöge.
Für eine etwaige Entschärfung müssten alle Personen den dann geltenden Sicherheitskreis von einem Kilometer verlassen. Davon wären die gesamten rund 700 Bürger des Ortsteiles Sandkamp betroffen, die im Süden angrenzend an das Werk wohnen.
Für die Sandkämper Bevölkerung wird während der Zeit der Entschärfung als Ausweichquartier das Forum Autovision an der Major-Hirst-Straße in Wolfsburg angeboten. Bürger, die nicht allein in der Lage sind, dorthin zu gelangen, sollten sich vorsorglich in den kommenden Tagen telefonisch mit der Stadt in Verbindung setzen. Unter der Nummer 115 nimmt das Service-Center der Stadt Wolfsburg bis spätestens, Freitag, 19. Juli, um 18 Uhr die Wünsche entgegen. Menschen, die sitzend oder liegend zu transportieren sind, wird hier weitergeholfen.
Sämtliche Bürger würden vom Deutschen Roten Kreuz in der Arena der Autovision betreut. Dort würden auch Sitzgelegenheiten zur Verfügung stehen, für Essen und Trinken wäre gesorgt. Es wird damit gerechnet, dass wegen der Werksferien nur rund 100 Bürger in den Räumlichkeiten betreut und verpflegt werden müssten.
Im Falle einer Entschärfung müsste auch der Wirtschaftsweg entlang des Kanals auf der nördlichen Seite zwischen Hauptbahnhof und Sandkamp kurzzeitig gesperrt werden. Nicht befahrbar wäre während einer Bombenentschärfung kurzfristig auf jeden Fall das Autobahnkreuz Sandkamp inklusive der Zu- und Abfahrten. Die Schifffahrt auf dem Mittellandkanal und der Bahnverkehr wären aber nicht betroffen.
Für eine Evakuierung stünden genügend Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Sanitätsdienst und Einsatzstab bereit. Insgesamt würden im Ernstfall fast 100 Frauen und Männer für den ordnungsgemäßen Ablauf der Evakuierung sorgen. Die Straßenzüge würden dann für den weiteren Verkehr während der Bombenentschärfung gesperrt.
Der Ablauf an dem Tag stellt sich aktuell so dar, dass ab 10 Uhr begonnen wird, den Ortsteil Sandkamp zu räumen. Parallel würden für die betroffene Bevölkerung Lautsprecher- und Rundfunkdurchsagen stattfinden.

Quelle: Stadt Wolfsburg

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